Name, Künstlername, Nickname im Forum
Katharina Stegen, im Forum Elena. Einen Künstlernamen besitze ich nicht, dafür wäre ich viel zu einfallslos ...
2. Wann und wo wurdest du geboren?
Am 17.02.1988 in Lüneburg. Ich habe also nicht nur einen Namen, den jeder hat, sondern auch ein Geburtsdatum. Wen wundert es da, dass ich nach höherem strebe?
3. Wo wohnst du, und was ist dein sterblicher Beruf
Ich wohne in Tübingen, einem Studentenkaff südlich von Stuttgart. Für alle meine Freunde, die mich gerne damit aufziehen, dass niemand weiß, wo das liegt. Wie die meisten Leute in Tübingen bin ich damit auch Studentin, und zwar der Biologie. Mein erklärtes Ziel ist die Neurobiologie, aber vorher darf ich mich als Versuchskaninchen noch durch das Bachelorstudium quälen.
4. Vollendete Werke, mit Jahres- (und ggf. Verlags-) Angabe
ähm. Ich nehme mal nur die Romane, dazu existieren noch ca. 100 Kurz- und Kürzestgeschichten, aber die könnte ich noch weniger aus dem Kopf herunterbeten. Also:
Der Geschichtsschreiber - 2002
Elfenkrieg - 2002
Das Motiv (kein Fantasy, sondern so etwas wie ein Thriller) - 2002
Gaia (Jugendfantasy) - 2003
Die sieben Priester - 2003
Die Schnorrergilde (kein Fantasy, eher humoristische Belletristik. Sollte es zumindest sein) - 2004
Hinter den Bildern (a.k.a. "Die Photogeschichte" - kein Fantasy, eher Familiengeschichte) - 2004
Der Stein der Zeit (Jugendfantasy) - 2005
Zwölf Dinge (kein Fantasy, eher "Frecher Frauenroman") - 2005
Das Geheimnis von Morgendorffer Haus - 2005
Die Sache mit dem Wal (kein Fantasy, skurriler Roman) - 2006
B - (kein Fantasy, Jugendroman) - 2007
5. Seit wann schreibst du?
Siehe oben: 2002. März oder April, um genau zu sein.
6. Warum schreibst du?
Natürlich für die Unmengen von Reichtum, die auf jeden Schriftsteller warten! Wir alle wissen doch, dass es reicht, ein 500-Seiten-Fantasywerk hinzurotzen und sich dann zurückzulehnen und seine Kontoauszüge zu betrachten.
Nein, die beste Frage ist: wieso nicht? Inzwischen wüsste ich kaum mehr was anderes mit meiner Freizeit anzufangen (doch, ich habe auch Freunde). Die Geschichten waren schon immer da und ich habe lange nach einer geeigneten Form gesucht. Dadurch kam ich dann zum Schreiben, weil ich nicht zeichnen konnte und Filme drehen mit Handkameras immer ein bisschen ... enttäuschend ist.
Ich schreibe also in erster Linie, um Geschichten zu erzählen.
7. Wer soll deine Geschichten lesen, und warum?
Jeder, der dafür bezahlt! Eine Tafel Schokolade wäre aber in Ordnung.
Nein, vornehmlich Leute, die gerne mit ein bisschen Tiefgang in andere Welten reisen, nicht allzu zimperlich sind und eventuell auch mal von dem üblichen High-Fantasy-Drachen-Elfen-Auserwählten-Geschichten weg möchten. Leute, die lieber komplexe Charaktere als Standardhelden.
Warum gerade die? Nun ja, weil alle anderen meine Geschichten nicht so viel abgewinnen könnten, und dann sollten sie ihre Zeit nicht damit verschwenden ...
8. Weiß deine Umgebung, daß du Fantasy schreibst? Soll sie es wissen?
Nachdem ich es in meiner Vorstellung zu Beginn des Studiums laut herausposaunt habe, vermutlich ja (bzw. alle, die sich meinen Namen und mein Gesicht in Verbindung mit dieser Tatsache merken konnten. Also nein).
Soll sie es wissen ... Hm, da mein Schreiben mit den Aktivitäten in meinem näheren Umfeld wenig zu tun hat, ist es eigentlich unerheblich. Sie sollen es dann wissen, wenn sie mir Geld dafür geben können, sprich, wenn meine Bücher im Laden zu erhalten sind.
Davor ist es mir, sozusagen, wumpe. Wobei ich mich über Interesse an meinen Werken natürlich immer freue ...
9. Dürfen andere an deinen Geschichten herumkritteln? Zwingst du sie dazu?
Ja, beides! Eine Freundin von mir sagte einmal, dass Leute, die sich weigern, ernste Kritik zu geben kleine fiese Mieslinge sind, weil sie den Autor in seinem Fortkommen behindern. Das sehe ich genauso, es sei denn, ich bekomme wirklich Kritik. Dann sind die Kritik kleine diese Mieslinge, weil sie die Genialität meiner Werke nicht erkennen usw. usf. Inzwischen dauert es aber nur noch vier bis fünf Tage, bis ich diese Phase überwunden habe und mich in aller Ernsthaftigkeit mit diesen Dingen auseinandersetzen kann.
10. Hast du eine Muse, und wie verhält sie sich?
Inzwischen habe ich sie in einen Käfig gesteckt und füttere sie jeden Tag mit Musik und Schokolade. Der Züchtungserfolg bleibt aber noch aus.
11. Brauchst du Rituale zum Schreiben?
Ich springe alle zehn Minuten auf und laufe wie meine Irre durch mein Zimmer, bevor ich mich wieder auf meinen Stuhl schmeiße und weiterschreibe. Sieht total lächerlich aus, deswegen ist meine zweite Bedingung fürs Schreiben, dass ich alleine sein muss...
12. Strebst du nach Reichtum und Ruhm?
Ja klar! Wobei mehr nach Reichtum als nach Ruhm. Sonst würde ich mich vielleicht 326 Schönheitsoperationen unterziehen und versuchen, Schauspielerin oder Sängerin zu werden. Für Reichtum kann man sich wenigstens was kaufen, während mit dem Ruhm die Wahrscheinlichkeit steigt, von irgendwelchen Paparazzis zu Tode gehetzt zu werden.
13. Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?
Gesundheit und Schlaf, sprich, zwei Dinge, die ich schon für meinen allgemeinen Lebenswandel aufgegeben habe. Beides wird aber kein Problem mehr sein, wenn ich endlich Gehirn in Nährlösung bin ... mein erklärtes Lebensziel im übrigen.
14. An wievielen Geschichten arbeitest du gleichzeitig?
Meist an einer. Ich kann nicht so viel parallel machen, mein Gehirn funktioniert da wie ein Windows-PC. Ich kann mich nur auf eine Sache konzentrieren, sonst höre ich ganz auf zu arbeiten ...
15. Was ist das Beste, was du jemals geschrieben hast?
Gefühltermaßen immer das, woran ich gerade arbeite. Ansonsten: Morgendorffer Haus, das mir immer noch sehr am Herzen liegt, und B auf eine merkwürdige Art und Weise. Außerdem eine Kurzgeschichte mit dem Titel "Keine Azurhimmel", die ich sprachlich recht gelungen finde.
Auch bei "Das siebte Land" (mein aktuelles Projekt ...) bin ich immer wieder von meiner eigenen Genialität überwältigt, die mich gleichermaßen dazu bringt daran zu zweifeln, ob irgendjemand meine wirren Gedanken nachvollziehen kann. Außerdem trifft da wohl zu Teilen mein "Ich arbeite dran, deswegen liebe ich es" zu ...
16. Was ist das Schlechteste?
Hm, "Der Geschichtsschreiber" war so schlecht, dass es eigentlich schon wieder als mittelmäßiger Trash durchgehen kann. "Das Motiv" wäre dann das erste, was so wirklich in die Kategorie "schlecht" fallen würde, weil ich nie zuvor und nie danach eine gute Idee dermaßen verhunzt habe. Außer beim Wal vielleicht, aber den Wal finde ich ja irgendwo doch noch ziemlich gut.
17. Welche historische Epoche, welches Volk fasziniert dich besonders?
Ich bin ein großer Fan von Zeiten, in denen ein großer Wandel in Bewegung kam. Die industrielle Revolution ist da eine meiner besonders lieben Zeiten, da zu dem Zeitpunkt auch die große Welle der Forschungsreisen Richtung Süden bzw. in den hohen Norden ging.
Bei Völkern habe ich keine echte Präferenz, vielleicht die Chinesen oder Briten.
18. Welcher Ort, an dem du noch niemals warst, inspiriert dich?
Eigentlich müsste ich jetzt behaupten, meine eigenen Fantasywelten. In der Realität sind es in letzter Zeit stark Island und das ewige Eis, sprich, die Gegend um den Nord- bzw. Südpol herum. Wer nun glaubt, ich würde Kälte mögen, liegt allerdings falsch ...
19. Welcher Urlaubsort verpaßt dir die besten Ideen?
Mein eigenes Zimmer. An anderen Orten bin ich immer zu beschäftigt, sie mir anzusehen. Manchmal kommt das später, aber um Ideen zu bekommen, brauche ich eine gewohnte Umgebung.
20. Welche Fremdsprache würdest du gerne beherrschen?
Hm ... muss ich mich für eine entscheiden? Ansonsten: Japanisch, Russisch, Französisch, Chinesisch, brasilianisches Portugiesisch, Isländisch. Altgriechisch.
Man sieht, ich bin in meinen Wünschen diesbezüglich etwas ... hm, gierig? Leider bin ich ziemlich schlecht darin, Sprachen zu lernen.
21. Hast du Vorbilder als Autor?
Stephen King für eine Charakterzeichnungen, die Macher von Fernsehserien wie Prison Break fürs Plotten und Kazuo Ishiguro für seine wahnsinnige Vielschichtigkeit in den Geschichten.
22. Hast du Vorbilder als Mensch?
Ja, meistens Leute, die sich durch eine starke Begeisterung für Dinge auszeichnen oder besondere Kräfte bewiesen haben wie z.B. Shackleton, den ich sehr bewundere, obwohl er wohl ein komischer Kauz war.
23. Welcher deiner Charaktere hat die größte Macht über dich?
Iconos aus "Das Geheimnis von Morgendorffer Haus". Ich glaube, selbst ich habe Angst vor ihm, weil er so unberechenbar ist.
Ansonsten wohl Kari aus "Die sieben Priester", wenn man bedenkt, wie lange sich ihre Geschichte nun in meinem Kopf und immer umfangreicher wird, allein schon deswegen, weil ich mich gegen die Bearbeitung sträube.
24. Kannst du in zwei (oder mehr) Welten gleichzeitig leben?
Ich kann völlig hacke durch die Gegend torkeln. Nein, ich tue es sozusagen ständig, weil ich in Gedanken woanders bin und gleichzeitig versuche, an meinen alltäglichen Leben teilzunehmen. Es ist mehr ein Hin- und Herspringen als ein gleichzeitiges Leben.
25. Was tust du bei einer Schreibblockade?
Nicht schreiben. Zum Glück sind sie seltener geworden, aber meist lassen sie sich mit Schokolade, Musik und Tee bekämpfen. Ansonsten: Schreibspiele, malen, abwaschen, Spaziergänge, so etwas in der Art.
26. Werden dir jemals die Geschichten ausgehen?
Nein. Erst, wenn ich DIE EINE Geschichte aufgeschrieben habe oder eines Tages ganz aufhöre, das Haus zu verlassen. Aber vermutlich wird weder das eine, noch das andere jemals passieren.
27. Magst du das Gefühl, Gott zu sein?
Ho. Ho. Ho. Ho. Klar. Wo außerhalb von Geschichten kann man Leute dazu bringen zu tun, was man will, ohne wegen Verstößen gegen Paragraph eins, Absatz eins des Grundgesetzes zu verstoßen?
Auf der anderen Seite ist es auch nirgendwo so einfach, Menschen glücklich zu machen.
Auch wenn es schöner wäre, echte Menschen glücklich zu machen.