1. Name, Künstlername, Nickname im Forum
Ego: Anika Beer. Alter Ego: Grey. Oder manchmal umgekehrt.
2. Wann und wo wurdest du geboren?
Am 24. Oktober 1983 in Bielefeld, der freundlichen Baustelle am
Teutoburger Wald. Aufgeawchsen bin ich aber in Oerlinghausen.
3. Wo wohnst du, und was ist dein sterblicher Beruf
Mittlerweile nun doch in Bielefeld, ich studiere da Biologie. Ich
strebe aber keine Wissenschaftlerlaufbahn an, dafür habe ich
bei der ganzen Schreiberei einfach keine Kreativität mehr
übrig. Sobald ich meinen Bachelor habe, beabsichtige ich,
etwas pragmatischeres zu machen, inklusive freien Wochenenden und
genügend Zeit zum Schreiben.
4. Vollendete Werke, mit Jahres- (und ggf. Verlags-)
Angabe
Schatten der Erinnerung (2002), Schatten des
Bösen (2003) und Licht und Schatten (2005) mit
Sophie Hollmann, ein Werk, das viele Stadien durchlaufen hat und
jetzt für immer ruht. Friede deiner Asche.
Rückkehr - Ein langer Weg nach Nirgendwo (2006/2007),
auch mit Sophie Hollmann. Selbst der längste Weg hat
irgendwann ein Ende.
Außerdem im Lauf meines Daseins immer wieder längere
oder kürzere oder bessere oder schlechtere Kurzgeschichten,
von denen ich das Jahr nicht mehr weiß. Eine davon ist bisher
veröffentlicht worden, Nachtgedanken in der Anthologie
Pandaimonion VII - Danse Macabre, das war 2007 beim Wurdack
Verlag.
5. Seit wann schreibst du?
Seit immer. Da bin ich mir ziemlich sicher.
6. Warum schreibst du?
Das ist nicht meine Schuld! Da sind diese Leute in meinem Kopf,
die immerzu nur an sich selbst denken und jedem ihre Probleme an
die Backe labern müssen ...
7. Wer soll deine Geschichten lesen, und warum?
Jeder, wenn ich die Wahl hätte. Ich bin ein Kritikjunkie -
das grenzt manchmal schon fast an Masochismus.
8. Weiß deine Umgebung, daß du Fantasy schreibst?
Soll sie es wissen?
Allerdings. Ich erzähle das jedem, weil ich einfach unter dem
Zwang stehe, ständig über die Dinge zu reden, die mir im
Leben wichtig sind. Und Schreiben ist eine sehr wichtige
Sache in meinem Leben. Wenn mir jemand wirklich eine Freude machen
will, fragt er mich, ob er was von mir lesen darf. Aber diese
Person ist dann selber Schuld, wenn sie sich in Zukunft endlose
Monologe über meine Ideen anhören muss.
9. Dürfen andere an deinen Geschichten herumkritteln?
Zwingst du sie dazu?
Zwingen? Nö. Aber jeder, der einen meiner Texte durch
sachliche und konstruktive Kritik weiterbringt, hat sich auf jeden
Fall meine tiefste Dankbarkeit verdient.
10. Hast du eine Muse, und wie verhält sie sich?
Klar! Irgendeine Person muss es ja geben, die sich wirklich
immer anhört, was ich über meine Gedanken zu
erzählen habe, und die den Leuten in meiner stetig wachsenden
Kopf-WG hilft, soziale Kompetenzen zu entwickeln ... Und wenn ich
nicht schreiben kann, dann sagt sie: "Naja, das hat man manchmal,
das geht vorbei." Und was soll ich sagen, sie hat damit bisher
immer Recht gehabt ...
11. Brauchst du Rituale zum Schreiben?
Nein. Nur ein bisschen Ruhe. Aber die finde ich notfalls auch in
der Straßenbahn. Wenn mir wirklich nach schreiben ist, kann
ich das überall.
12. Strebst du nach Reichtum und Ruhm?
Nein und ja. Das blöde Geld ist mir egal. Aber ich muss
gestehen, ich habe ein gigantisches Geltungsbedürfnis. Ich
will gesehen werden! Ich will gehört werden! Und vor allem
will ich die Menschen begeistern.
13. Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?
Das ist so eine Frage ... Man kann vorher viel rumblasen, aber wer
weiß, wie man in einer entsprechenden Situation reagiert? Ich
hoffe ja einfach mal dass der Preis nicht so hoch sein wird dass
ich darüber ins Schwitzen komme.
14. An wievielen Geschichten arbeitest du gleichzeitig?
So viele wie mir einfallen ... aber nie mehr als zwei Romane auf
einmal. Der Rest wird ins Ideenbuch geschrieben für
später.
15. Was ist das Beste, was du jemals geschrieben hast?
Das lagert noch irgendwo in meinem Kopf. Aber irgendwann werd ich
es aufschreiben und dann werdet ihr das schon mitkriegen!
16. Was ist das Schlechteste?
Ich verzweifle ständig an meiner eigenen Unfähigkeit ...
daher fällt es mir schwer da jetzt was auszusuchen.
17. Welche historische Epoche, welches Volk fasziniert dich
besonders?
Das späte 19. Jahrhundert. Für einen grundsätzlich
etwas technophoben Menschen wie mich eins der gruseligsten und
spannendsten Zeitalter.
18. Welcher Ort, an dem du noch niemals warst, inspiriert
dich?
Oh ... so viele ... aber gerade im Moment wären da wohl
vornehmlich Irland, Schottland und Japan zu nennen, wobei ich alle
drei möglichst bald besuchen will.
19. Welcher Urlaubsort verpaßt dir die besten
Ideen?
Die Idee des Urlaubs an sich ist schon eine Art Tritt ins
Hinterteil für den Kopf. Da spielt der konkrete Orte
eigentlich keine so große Rolle mehr ... Hauptsache, es ist
viel Natur und wenig Menschen drumherum!
20. Welche Fremdsprache würdest du gerne
beherrschen?
Alle! Aber ich würd gern mit Japanisch anfangen, oder mit
Schwedisch, Dänisch, Finnisch oder Norwegisch
21. Hast du Vorbilder als Autor?
Nein. Zumindest nicht bewusst.
22. Hast du Vorbilder als Mensch?
Ich habe schon viele Menschen getroffen, von denen ich auch viel
gelernt habe. Aber ich habe noch niemanden kennen gelernt, von dem
ich gedacht habe, dass ich so sein möchte wie er oder sie.
23. Welcher deiner Charaktere hat die größte Macht
über dich?
Grey. Wer sonst?
24. Kannst du in zwei (oder mehr) Welten gleichzeitig
leben?
Na klar. Ich kenn das ja gar nicht anders.
25. Was tust du bei einer Schreibblockade?
Ich heule ein bisschen rum ... und dann setz ich mich hin, gucke
Zeichentrickserien oder mache Sport und warte, dass sie wieder
abhaut. Schließlich hat meine Muse gesagt, das ist normal und
geht vorbei. Und irgendwann ist das dann auch so. Selbst wenn ich
sie manchmal mit einem Ausflug in die Anderswelt dazu zwingen muss.
26. Werden dir jemals die Geschichten ausgehen?
Äh. Nein, ich fürchte, ich werde das niemals los. Und
wenn doch ... dann hab ich mich schon viel früher irgendwo auf
meinem Weg kräftig verirrt.
27. Magst du das Gefühl, Gott zu sein?
Ach, ich weiß nicht. Manchmal ist es auch sehr lästig.
Ständig wollen die so viel Aufmerksamkeit ... man hats schon
nicht leicht. Aber leicht hats einen, oder wie war das?