1. Name, Künstlername, Nickname im Forum
Juliane Seidel, Koriko

2. Wann und wo wurdest du geboren?
1983, Suhl

3. Wo wohnst du, und was ist dein sterblicher Beruf
Wiesbaden, Dokumentationsfachkraft/Archivar (nebenberuflich: Illustrator/Webdesigner)

4. Vollendete Werke, mit Jahres- (und ggf. Verlags-) Angabe
Kurzgeschichten:
"Assjah- Totale Silence", 2007
"Assjah- Dark Reunion", 2007
"Assjah- Traumbilder", 2007
"(Wahn)Sinn der Sprache", 2007, XIMAG-Magazin Nr. 1 unter dem Titel "Die eine Sprache"
"(Alptraummelodie", 2007, Elfenschrift Nr. 18
"Wie es ist zu fallen", 2007
"Der falsche Weg", 2007
"Atemlos- Der letzte Wille", 2008
"Atemlos- Die Stille zwischen uns", 2008
"Regenzeit", 2008
"Fehl am Platz", 2008
"Die kaputte Lupe", 2008

Romane:
"Die Brücke", 1999
"Die Drachentürme", 2001 (unbeendet)
"Atemlos Band 1", 2007, Nordmann-Verlag (vorr. Ende 2009, Zusammenarbeit mit Tanja Meurer)
"Assjah Band 1- Weltenwandler", 2008, Nordmann-Verlag (März 2009)
"Kimmy und die gestohlene Phantasie", 2008

5. Seit wann schreibst du?
Ich schreibe seitdem ich ungefähr zehn Jahre alt bin. Zunächst habe ich mit Stift und Papier bewaffnet meine Geschichten ausformuliert, später habe ich dann die Vorzüge des PCs entdeckt und schreibe seither meine Geschichten nur noch damit. Während meiner Schulzeit habe ich noch recht regelmäßig geschrieben, zu der Zeit entstand auch "Die Brücke", die Urversion meiner "Assjah"-Reihe, ebenso "Limit Control" und "Die Drachentürme". Dann habe ich das Schreiben fast vergessen und mich mehr auf das Zeichnen konzentriert. Erst seit 2007 schreibe ich wieder regelmäßig und intensiv.

6. Warum schreibst du?
Ich schreibe, weil ich Geschichten erzählen möchte und ich es liebe mir meine eigenen Welten und Abenteuer auszudenken. Außerdem ist schreiben für mich gleichbedeutend mit Stressabbau, ein Ausgleich zum normalen stressigen Arbeitsalltag. Während der Schul- und Studienzeit habe ich viel geschrieben und jetzt wo ich das ganze professioneller machen will, würde ich mit meinen Geschichten gerne die Menschen erreichen und begeistern.

7. Wer soll deine Geschichten lesen, und warum?
Ich freue mich über alle möglichen Leser und damit einhergehend auch über Kritiken. Da ich Jugendbücher schreibe, würde mich die Meinung der Jugend interessieren, aber auch anderer Leser schätze ich sehr, besonders solche, die nichts mit dem Genre Fantasy anfangen können und eventuell objektiver bewerten können.

8. Weiß deine Umgebung, dass du Fantasy schreibst? Soll sie es wissen?
Ja, meine Freunde und meine Familie wissen, dass ich schreibe und auch dass ich phantastische Jugendbücher zu Papier bringe. Unter ihnen befinden sich auch meine Betaleser.

9. Dürfen andere an deinen Geschichten herumkritteln? Zwingst du sie dazu?
Wenn sie Kritik haben und sie äußern, bin ich immer dankbar darum. Natürlich ist positive Kritik immer schön, aber Verbesserungsvorschläge sind dahingehend noch besser. Meine Freunde zwinge ich allerdings nicht dazu mir unbedingt Kritik zu geben, das muss freiwillig kommen und sollte nicht unter Druck geschehen.

10. Hast du eine Muse, und wie verhält sie sich?
Ich habe verschiedene Musen bzw. Inspirationsquellen. Zum einen ist das Musik, allerdings nicht direkt beim Schreiben, sondern bei der Ideenfindung. Ansonsten Filme, Bilder und Zeichnungen, Gespräche mit Freunden oder Träume. Meine Muse direkt zum Schreiben ist zumeist der Charakter der Geschichte, an der ich gerade arbeite. Dann hängt es ab, wie die Persönlichkeit dieser Person ist und dementsprechend enthusiastisch schreibe ich dann.

11. Brauchst du Rituale zum Schreiben?
Nicht wirklich, zumeist brauche ich eine Tasse Tee, einen Platz nahe der Heizung und viel Ruhe, um mich zu konzentrieren.

12. Strebst du nach Reichtum und Ruhm?
Na klar, und nach der Weltherrschaft. Mal im Ernst, ich strebe nicht wirklich nach Ruhm und Erfolg, sondern danach Geschichten zu erzählen, die die Leute gerne lesen möchten und um meine eigenen Ideen loszuwerden, bevor ich "überlaufe". Geld ist ein schöner Nebeneffekt, aber ich bin realistisch und denke nicht, dass man vom Schreiben reich werden kann.

13. Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?
Keine Ahnung, eigentlich will ich nichts aufgeben, sondern durch das Schreiben eher gewinnen und sei es nur die Gewissheit ein Buch beendet zu haben. Wenn dann zahle ich wohl mit all den Stunden, die in ein Werk geflossen sind.

14. An wievielen Geschichten arbeitest du gleichzeitig?
Unterschiedlich. Normalerweise schreibe ich nur an einem Projekt, doch manchmal kann es sein, dass ich Kurzgeschichten dazwischen schiebe, oder zwischen dem Überarbeiten des einen Romanes einen anderen schreibe.

15. Was ist das Beste, was du jemals geschrieben hast?
Die Kurzgeschichte "(Wahn)Sinn der Sprache". Finde nicht nur ich so, sondern auch jeder andere...

16. Was ist das Schlechteste?
Da gibt es mehrere Geschichten, aber ich glaube die Kurzgeschichte "Fehl am Platz" war heißer Anwärter auf diese Platzierung.

17. Welche historische Epoche, welches Volk fasziniert dich besonders?
Ich persönlich liebe entweder das Mittelalter oder die viktorianische Zeit um das 19. Jahrhundert herum. In diesen Epochen würde ich gerne einmal etwas schreiben. Ein spezielles "Lieblingsvolk" habe ich nicht, ich mag aber asiatische Geschichten sehr, oder auch solche, die in Frankreich spielen. Ansonsten halte ich mich an das Volk, das ich kenne- das deutsche.

18. Welcher Ort, an dem du noch niemals warst, inspiriert dich?
Kann mich momentan an keinen genauen erinnern, wahrscheinlich sind das dann Orte, die ich mir selbst ausgedacht habe. Meistens inspiriert mich meine momentane Heimatstadt Wiesbaden sehr.

19. Welcher Urlaubsort verpaßt dir die besten Ideen?
Kein besonderer, ich fahre zu selten in den Urlaub.

20. Welche Fremdsprache würdest du gerne beherrschen?
Französisch oder Japanisch, aber ich bin zu schlecht in Fremdsprachen.

21. Hast du Vorbilder als Autor?
Oh ja, die habe ich... sogar eine ganze Menge. Mein absolutes Vorbild ist Hermann Hesse, ein solch poetischer und sprachlich gehobener Stil liegt mir einfach und ich liebe seine Werke. Dann mag ich noch die Werke von Friedrich Dürrenmatt, Luchino Visconti, Edgar Allen Poe, Alexandre Dumas, aber auch aktuelle Schriftsteller wie Jonathan Stroud, Storm Constantin, Wolfgang Hohlbein oder Markus Heitz.

22. Hast du Vorbilder als Mensch?
Vorbilder habe ich viele, aber die meisten sind wohl unbekannt, da es sich hierbei um direkte Freunde handelt, die ich wegen ihrer Willensstärke, Ausdauer und Selbstvertrauen bewundere.

23. Welcher deiner Charaktere hat die größte Macht über dich?
Ganz eindeutig Kimmy aus "Assjah" oder "Kimmy und die gestohlene Phantasie". Er ist immer und überall, ob ich will oder nicht.

24. Kannst du in zwei (oder mehr) Welten gleichzeitig leben?
Das kann ich problemlos. Mir gelingt es schnell den Switch hinzubekommen und da ich mir diese Welten selbst ausdenke, habe ich noch weniger Probleme damit.

25. Was tust du bei einer Schreibblockade?
Hatte ich so direkt noch nie, aber wahrscheinlich das Gleiche, wie bei einem Kreatief bei Zeichnern- Abwarten und Tee trinken, keinen Stress machen und mich auf andere Dinge konzentrieren. Lesen zum Beispiel (da mich sowas inspiriert), Zeichnen, Filme schauen, Faulenzen. Der Wunsch zu Schreiben (und zu Zeichnen) kommt zumeist von ganz alleine zurück. Zwang bringt da gar nichts.

26. Werden dir jemals die Geschichten ausgehen?
Ich weiß nicht, ich denke nicht. Ich habe noch so viel, was ich gerne aufschreiben möchte, dass das mein Leben lang reichen wird.

27. Magst du das Gefühl, Gott zu sein?
Natürlich genieße ich das... meine Möglichkeit eine eigene Welt zu erschaffen, frei nach meinen Wünschen zu formen und sie mit meiner Phantasie auszustatten- all das was auch Kimmy empfindet und um das er sich zu kümmern hat. Dementsprechend ist er mir sehr ähnlich und allein diese Frage ließe sich mit ganzen Seiten beantworten, doch ich halte mich da an Kim und sage: "Es ist ein geniales Gefühl, alles zu erschaffen, was man sich vorstellt und dem man einen Namen gibt."