1. Name, Künstlername, Nickname im Forum
Yvonne Schreiner, alias Mondstern

2. Wann und wo wurdest du geboren?
Am 9. September 1977 in Österreich

3. Wo wohnst du, und was ist dein sterblicher Beruf
Ich lebe im wunderschönen Triestingtal im Herzen von Niederösterreich. Mein erlernter Beruf ist Kinder- und Jugendpsychologin und Pädagogin. Zurzeit arbeite ich selbstständig mit Kindern und Jugendlichen in diversen pädagogischen Einrichtungen und als Lernbegleiterin. Nebenbei studiere ich an der Universität Wien Ur- und Frühgeschichte und Keltologie und hoffe irgendwann als Archäologin tätig zu sein.

4. Vollendete Werke, mit Jahres- (und ggf. Verlags-) Angabe
Von mir gibt es bis jetzt noch kein einziges in einem Verlag veröffentlichtes Werk. Jedoch hat bereits ein Kleinverlag an meine Tür geklopft, der sich für eine meiner Geschichten interessiert - ich darf allerdings noch nicht mehr darüber verraten. Aus meiner Feder stammen die Kurzgeschichten: * Am Ende vom Tag (1994) - Biothriller * Der Brief (1995) - Liebesgeschichte * Der Mord in der Apotheke (1995) - Krimi * Stein und Feuer (1999) - Fantasy * Das Geheimnis der brennenden Steine (2000) - Fantasy Die abgeschlossenen Romane: * Die Erben des weißen Buches Bd.1 (1994 - 2007) - Fantasy * Anna Kristina und der rätselhafte Peilstein (2006 - 2007) - Jugendfantasy * Das Geheimnis der weißen Pyramide (2007) - Mysterythriller * Im Land des fliegenden Mantas (2006 - 2007) - Jugendfantasy Gemeinsam mit einigen Freunden bringe ich zusätzlich eine Fanzeitung für traumatisierte Kinder heraus. In diesem Projekt dreht sich alles um Fantasy, Märchen und Sagen und es soll Kindern und Jugendlichen auf pädagogische und psychologische Weise helfen sich trotz grauenvollen und unvorhersehbaren Schicksalsschlägen weiter zu entwickeln und Spaß am Leben zu haben. Ein Projekt, das mit persönlich sehr am Herzen liegt.

5. Seit wann schreibst du?
Seit dem ich schreiben kann. Ehrlich gesagt, ich kann mich an das genaue Datum nicht mehr erinnern, jedoch weiß ich noch ganz genau, dass ich meine erste Geschichte bereits im zarten Alter von 8 Jahren verfasst habe. Die Geschichte handelte von einem kleinen Mädchen, das andere Kinder vor bösartigen Lehrern beschützte. Danach hatte ich eine "Phase" in der ich hauptsächlich Comics malte und mir die Geschichten dazu selbst ausdachte. Vor ein paar Jahren besuchte ich einen Workshop zum Thema Autor werden, den ich mit Zertifikat abgeschlossen habe.

6. Warum schreibst du?
Weil ich es liebe mit meinen Geschichten Menschen zu berühren. Für einen kurzen Moment kann man dazu betragen, dass sie alle ihre großen und kleinen Sorgen vergessen und einfach mal vom Alltag abschalten, um sich für ein paar Augenblicke in einer ganz anderen Welt wieder zu finden. Aus diesem Grund habe ich als Kind Geschichten geliebt und ich denke, dass was man selbst am meisten liebt, gibt man auch gerne an andere weiter.

7. Wer soll deine Geschichten lesen, und warum?
Ich schreibe für kein bestimmtes Publikum oder für eine spezielle Gruppe. Viele glauben, dass Fantasy-Autoren/Innen nur für Leser ihres Genres schreiben. Vielleicht mag das auch in manchen Fällen so zutreffen, jedoch denke ich persönlich anders darüber. Ich schreibe nicht ausschließlich für Fans von Fantasy - ich schreibe für Fans von Büchern und für alle Menschen, die es lieben sie zu lesen, egal ob jung oder alt. Sie sollen Spaß an der Geschichte haben und an den Charakteren.

8. Weiß deine Umgebung, daß du Fantasy schreibst? Soll sie es wissen?
Mein engster Freundeskreis weiß, dass ich mit Begeisterung schreibe. Diese Leutchen sind ulkiger Weise meine schärfsten Kritiker und Fans. Manche ermutigen mich dazu über die Grenzen hinaus zu denken und zu schreiben. So entstehen noch spannendere Geschichten und Charaktere. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Freunde habe und sie mich unterstützen.

9. Dürfen andere an deinen Geschichten herumkritteln? Zwingst du sie dazu?
Jeder darf an meinen Geschichten herumkritteln. Es ist mir sehr wichtig verschiedene Meinungen, welcher Art auch immer, einzuholen und mich aktiv damit auseinander zu setzen. Ich denke, dass ist sehr wichtig für die Entwicklung meiner schreiberischen Fähigkeiten und natürlich für mich selbst als Mensch.

10. Hast du eine Muse, und wie verhält sie sich?
Ja, die habe ich. Ich schöpfe meine Ideen aus keltischer oder altgermanischer Musik, den nächtlichen Sternenhimmel und vor allem aus der Natur und der Menschheits- sowie Naturgeschichte. Seit Jahren setze ich mich aktiv für den erhalt unserer Wälder ein. Für mich gibt es nichts Schöneres als durch die heimischen Wälder und Landschaft zu wandern und dabei meine Umgebung zu beobachten. Daraus schöpfe ich viele Ideen. Nachts zieht es mich meist mit meinem Spiegelteleskop auf einsame Lichtungen. Dort betrachte ich dann stundenlang den nächtlichen Sternenhimmel. Es ist absolut faszinierend die einzelnen Sternbilder dabei zu beobachten, wie sie sich über den nächtlichen Himmel bewegen. Dabei versuche ich in Gedanken abzuschalten von meinem harten Arbeitstag und so ganz nebenbei schleichen sich spannende Abenteuer in meinen Kopf, die danach drängen notiert zu werden. Eine weitere Muse sind die zahlreichen Kinder und Jugendlichen mit denen ich es täglich zu tun habe.

11. Brauchst du Rituale zum Schreiben?
Ja, und ehrlich gesagt, sind mir die ein bisschen peinlich *ups* Ich höre beim Schreiben gerne Musik von Beethoven oder keltische und esoterisch angehauchte Musik. Danach entzünde ich dutzende von Duftkerzen und lasse mich so inspirieren.

12. Strebst du nach Reichtum und Ruhm?
Das ist eine lustige Frage! Ich werde es einmal so beantworten: Ich hoffe, dass ich irgendwann einmal in den Genuss komme, von der Schreiberei gut leben zu können, um mir gewisse Annehmlichkeiten des Lebens leisten zu können. Natürlich würde ich darüber hinaus meinen Beruf nicht aufgeben. Dafür macht er mir zu viel Spaß. Materieller Reichtum ist für mich nicht wichtig! Reichtum beginnt bei mir im Geist und im Herzen! Allerdings habe ich nichts gegen "etwas" Ruhm auszusetzen. Ist doch schön, wenn die Leute positiv über die Werke sprechen, die man selbst verfasst hat.

13. Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?
Ich würde nicht meine Gesundheit dafür aufs Spiel setzen und ebenfalls nicht meine persönlichen Werte und Moralvorstellungen dafür opfern. Ein wichtier Bereich, der mir dabei sehr am Herzen liegt ist, dass ich mich niemals als "Schreibroboter" verkaufen möchte. Die Schreiberei soll mir Spaß bereiten und ich möchte niemals gezwungen werden etwas zu schreiben, womit ich moralisch nicht einverstanden wäre. Man sollte sich immer selbst treu sein und sich niemals selbst verraten oder verkaufen - auch nicht als Schriftsteller, das hat man nicht nötig.

14. An wievielen Geschichten arbeitest du gleichzeitig?
An viel zu vielen! Kaum habe ich ein Viertel eines Romans oder etwas mehr als die Hälfte geschafft, plagt mich schon eine neue Idee, die danach schreit aufgeschrieben zu werden. Mittlerweile tummeln sich auf meinen Rechner mehr begonnene Romane herum, als vollendete.

15. Was ist das Beste, was du jemals geschrieben hast?
Das ist schwer zu beantworten, da ich all meine Geschichten für gelungen halte. Am Meisten allerdings haben mich meine beiden Jugendfantasyromane beschäftigt. Vielleicht weil das Schreiben für Kinder- und Jugendliche anders ist, als für Erwachsene. Man muss als Autor/In mehr Verantwortung übernehmen. Cian, der Hauptprotagonist aus meinen Dreiteiler "Die Erben des weißen Buches", hat mich dabei am Meisten berührt. Er hat sich in Laufe des Schreibens mit mir, oder besser gesagt ich mit ihm, weiterentwickelt zu einem ganz besonderen Menschen.

16. Was ist das Schlechteste?
Diese Frage kann ich leicht beantworten. Das ist mein Krimi "Der Mord in der Apotheke". Damals befand ich mich noch in der Autorenschule und wir wurden gezwungen eine Kriminalgeschichte im Umfang von 50 Normseiten zu verfassen. Da erfuhr ich zum ersten Mal am eigenen Leib, wie abscheulich es ist etwas auf Befehl schreiben zu müssen. Die gesamte Geschichte enthält nichts Menschliches und man liest den "Zwang" deutlich heraus. Nie wieder möchte ich so etwas schreiben müssen.

17. Welche historische Epoche, welches Volk fasziniert dich besonders?
Als Archäologiestudentin fasziniert mich vom Urknall an bis zur heutigen Zeit jede einzelne geschichtliche Epoche, da sich aus jeder etwas Unglaubliches zaubern lässt. Aber mein Herz schlägt am Stärksten für die Epochen zwischen dem Urknall bis zum Ende des Mittelalters. Vor allem mit der Zeit der Kreuzzüge, Templer und dem Beginn der Freimaurerei in Europa kann ich mich sehr gut identifizieren. Aus diesem Grund habe ich vor ein paar Jahren mit einem neuen Hobby begonnen - ich habe mich ernsthaft aufgerafft den Schwertkampf zu erlernen. Mittlerweile bin ich sogar ganz gut darin. Das Volk der Sumerer und das alte Ägypten imponieren mir ebenso. So geht es mir auch mit den Römern, Griechen, Kelten und germanischen Völker, wie den Wikingern.

18. Welcher Ort, an dem du noch niemals warst, inspiriert dich?
Ich bin noch nicht wirklich viel rumgekommen. Daher inspiriert mich jeder Ort außerhalb meines Heimatlandes. Besonders natürlich Irland, Island, Schottland, Norwegen, Grönland und Kanada. Aber auch Ägypten, Syrien und die Arabischen Emirate finde ich sehr interessant.

19. Welcher Urlaubsort verpaßt dir die besten Ideen?
Bis jetzt hatte ich die besten Ideen bei mir zu Hause. Liegt wohl daran, dass es in unserem Tal sehr schön ist. Hier gibt es viele Burgruinen, alte verwunschene Trauerweiden, riesige Dolmen und heilige Kultplatze der Bronzezeit und Kelten, verzauberte Tümpel und Teiche und das mysteriöseste Fabelwesen Österreichs, den Moormurmler.

20. Welche Fremdsprache würdest du gerne beherrschen?
Da ich studiumsbedingt sehr viele Sprachen lernen muss, fasziniert mich darüber hinaus das hebräische und die alten keltischen sprachen. Nur wenige Leute wissen, dass das hebräische seinen Ursprung in den keltischen Sprachen hatte. Auch die Sprachen des alten Ägyptens und das summerische interessieren mich.

21. Hast du Vorbilder als Autor?
Vor einigen Jahren hatte ich die noch. Mittlerweile habe ich meinen eigenen Stil als Autor gefunden und das ist gut so. Ich möchte kein zweiter Dan Brown sein oder eine dritte Rowling oder ein vierter Tolkien. Ich bin ich selbst und das ist meiner Meinung nach das allerbeste.

22. Hast du Vorbilder als Mensch?
Als Mensch habe ich ein Vorbild. Allerdings möchte ich dies hier nicht bekannt geben. Das ist mir zu persönlich.

23. Welcher deiner Charaktere hat die größte Macht über dich?
Im Moment ist das wohl Mondstern. Es ist immer der aktuelle Charakter, der die größte Macht über mich hat. Aber zu Cian pflege ich eine ganz persönliche Beziehung, wie ich oben schon erwähnte.

24. Kannst du in zwei (oder mehr) Welten gleichzeitig leben?
Als Autor muss man das. Es fasziniert mich immer wieder, wie schnell ich von einer zur anderen Welt wechseln kann ohne dabei den Sinn für die Realität zu verlieren. Ich denke, wir Fantasyautoren leben in mehreren Paralleluniversen gleichzeitig.

25. Was tust du bei einer Schreibblockade?
Mich entspannen und meine Kreativitätskunst bei ausgedehnten Meditationsübungen wieder finden. Das hilft am Besten.

26. Werden dir jemals die Geschichten ausgehen?
Das glaube ich nicht. Meine Familie und mein Freundeskreis spricht mir immer eine unendliche Kreativität zu und das in vielen Bereichen. Ich denke, das ist auch meine größte Stärke, das kreativ sein. Ich habe daher keine Angst meine guten Ideen zu verlieren oder das sie mir irgendwann ausgehen würden.

27. Magst du das Gefühl, Gott zu sein?
Ich mag das Gefühl, dass ich mit meinem Geist so wunderbare Dinge erschaffen kann. Fantasy ist etwas Wunderbares und ich bin jeden Tag dankbar, dass ich damit gesegnet bin.