… wenn Romy sich vornimmt, innerhalb von zwei Monaten mal eben 95.000 Wörter zu schreiben

Somit bin ich nun also tief in den grünen Zahlen und glücklich über die gelungene Aufholjagd. Es ist mir auch ein Rätsel, warum ich vergessen habe, meinen Blogeintrag für Mai zu schreiben :oops: denn es gibt nur Positives zu berichten.
Was schrieb ich doch an dieser Stelle im April? Ich wolle bald mit meinen Wasserspringern anfangen bzw. weitermachen? – Nur leider besteht da immer noch ein riesig großes Plotloch, das ich bisher nicht stopfen konnte und weshalb die Geschichte derzeit in meinem Kopf weiter vor sich hin reift und mein armer Timon beleidigt in der Ecke hockt.
Also habe ich Ende April und Anfang Mai versucht einen Kurzroman für einen Wettbewerb zu schreiben. Allerdings kann ich wirklich niemandem empfehlen, irgendetwas anzufangen, wo man nur einen netten Prota und 2-3 Nebenfiguren hat und dann mit Schreiben anzufangen, ohne eine Ahnung, wohin der Plot einst führen soll.
Immerhin habe ich auf diese Art massig Wörter gesammelt, aber zufrieden war und bin ich wirklich nicht. Letztlich habe ich das Ganze ziemlich frustriert abgebrochen und eine neue Idee für den Wettbewerb habe ich leider noch nicht …
Aber im Sinne des T12 und meiner Aufholjagd brauchte ich ja etwas Neues, was ich schreiben konnte und da kam mir eine Erleuchtung. Bereits im Oktober 2009 habe ich das neue Ende, bzw. die inhaltliche Verlängerung für meinen
Ewigen Krieg geplottet. Immerhin habe ich im NaNoWriMo 2009 die Fortsetzung begonnen, die auf der Grundlage des geänderten ersten Teiles beruhte. – Aber die veränderte Situation existierte bisher erst in der Theorie und wartete seit Monaten darauf, wirklich in Romanform niedergeschrieben zu werden. Das sind also schätzungsweise 200-300 Normseiten, die nur darauf warten, geschrieben zu werden. Dass ich mich daran erinnert habe, war ein gewaltiger Glücksfall für mich!
Damit habe ich nun also ungefähr Mitte Mai begonnen und muss sagen, dass es seitdem wunderbar läuft. Seit ich wieder einen Plot habe, nach dem ich schreiben kann, geht es viel besser vorwärts und plötzlich bin ich auch gleich viel zufriedener mit meinem Stil. Nun ja, ich werde wohl nicht darum herum kommen, die gesamte Arbeit eines Tages noch einmal gründlich zu überarbeiten, aber als Rohfassung ist es ganz okay, denke ich.
Davon abgesehen, habe ich mich von dem Vorsatz verabschiedet, dieses Jahr noch auf Agentur- oder Verlagssuche zu gehen. Dafür wäre wirklich noch viel Überarbeitung an meinen „Flaggschiffen“ nötig, was mit dem T12 schlecht vereinbar ist – der
Ewige Krieg hingegen eignet sich wohl nicht als Erstveröffentlichung eines Neulings, da mache ich mir keinerlei Hoffnung. Bereits die frühere Fassung besaß über 700 Normseiten und wenn ich nun mit der Umarbeitung fertig bin, werden es wohl über 900 Seiten sein. Es macht mir allerdings momentan großen Spaß daran zu arbeiten und seit ich mich von meinen höheren Zielen für dieses Jahr verabschiedet habe, bin ich auch gleich viel entspannter und kann in aller Ruhe meine Protas quälen.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir gar nicht mehr viele Worte fehlen, damit ich mein T12-Pensum für den Juni fertig geschrieben habe und ich mich ganz ohne schlechtes Gewissen der Lernerei für die kommende Prüfung widmen kann? Grün ist ja ohnehin meine Lieblingsfarbe und sie in meinem T12-Sheet zu entdecken macht mir unweigerlich gute Laune *juhu