Mittwoch, 28. November 2007
von Judith
Gestern Nacht ist es geschehen: Ich habe die magische Grenze überschritten und den Nano gewonnen. Zuerst war ich fassungslos, dann begeistert und dann … ja dann blieb die erwartete große Euphorie aus. Denn einerseits bin ich stolz auf das, was ich geschafft habe, aber andererseits bin ich enttäuscht, dass der Nano so gut wie vorbei ist.
Die letzten Wochen haben mich mehrmals an meine Grenzen geführt. Ich hatte kaum noch Zeit für Hobbys und Freunde, und manchmal hätte ich den Roman am liebsten als ganzes in die Tonne getreten. Kurz vor dem Ziel hab ich 600 Wörter verloren (grrrr) und nur einen Tag später hab ich mir dann die linke Schulter und das Handgelenk bei einem Sturz vom Pferd ein wenig verletzt. Ich dachte schon, ich müsste nun in der letzten Woche noch aufgeben, aber es ist ja doch noch alles gut gegangen. Jetzt fehlen noch etwa zwei Kapitel, und dann ist die Rohfassung des Romans fertig.
Doch ich frage mich jetzt, ob ich mich auch ohne Nano wieder in so einen Schreibrausch versetzten kann. Die nächsten zwei Wochen habe ich erstmal ohnehin keine Zeit, aber wie wird es dann danach sein? Dümple ich dann wieder bei meinen etwa 400 Wörtern pro Tag herum? Und wie wird es ihm nächsten Jahr beim Nano sein? Kann wieder die gleiche Begeisterung wie beim allerersten Mal aufkommen?
Viele Fragen, die ich mir stelle, während ich hier etwas wehmütig diese Zeilen tippe. Ja, der Nano ist so gut wie vorüber. Und er fehlt mir jetzt schon.
Mittwoch, 28. November 2007
von Rune
Oh mein Gott! Heimlich, still und leise haben sich die 50.000 rangeschlichen und ich hätts beinahe nicht bemerkt.
Ein Großteil des letzten Stückes ist gestern abend entstanden. Nach einem Nachmittag mit Bauchweh und nur schlafen, wenn sich der Kinderwagen möglichst stark bewegt hat Sarah abends in Papas Armen geschlummert, während wir uns die Schatzinsel angucken wollten. Ich bin dann irgendwann an den PC abgerauscht, weil mir die überaus schlechten Dialoge ziemlich auf die Nerven gingen.
Nachdem ich sie dann nocchmal um 23 Uhr gefüttert hab, sind wir alle gleich ins Bett und ich hab nicht mehr geguckt, wieviele Wörter es waren.
Nach einer sehr entspannten Nacht (Sarah ist nach dem Stillen um 2 gleich wieder eingeschlafen) war ich heute morgen um 6 richtig fit und wild entschlossen, wenn der Mann aus dem Haus und die Kleine wieder im Bett ist, weiterzuschreiben. Und das hab ich dann auch gemacht.
Liliana und ihr Begleiter befinden sich inzwischen an ihrem Ziel, dem Tempel und haben den Zauber gewirkt, der alles wieder richten soll. Eine sehr ergreifende Szene, Liliana mit ihrem ungeborenen Kind, ihr Begleiter Revan mit seinem wunden Herzen und die Priesterin Cassia, die sich ihnen angeschlossen hat und scheinbar mehr über ihr aller Schicksal weiß als alle anderen.
Und dabei hab ich die Zielgerade erwischt, einfach so. Irgendwie ziemlich unspektakulär, aber für mich eine enorme Befriedigung.
Noch fehlen ein paar Seiten zum endgültigen Abschluß der Geschichte, die ich in den nächsten Tagen noch tippen werde. Und dann heißt es erst einmal Pause. Auf mich wartet die Vorweihnachtszeit und eine Webseite, die überarbeitet und betreut werden will. Und natürlich meine kleine Sarah, die so absolut lieb und goldig war und mich diesen Roman hat schreiben lassen.
Schon jetzt ist aber klar, das ich diese Geschichte überarbeiten und druckreif machen möchte, um sie irgendwann meiner Tochter zu zeigen und zu sagen: “Das habe ich geschrieben, als Du grad geboren warst.”
Dienstag, 27. November 2007
von Aryana
Im positiven Sinne ist der NaNo für mich endgültig gelaufen. Gut gelaufen, sehr viel besser als ich es erwartet habe. Ich hätte nie gedacht, dass ich tatsächlich die 50 k knacken würde, nicht, nachdem ich im TiNo schon fast an der Hälfte gescheitert bin. 25k werden mir jetzt vorkommen wie der Himmel auf Erden, etws, das man ganz in Ruhe schaffen kann.
Was mich vor allem angespornt hat?
Das Miteinander der Tintenzirkler und der Blogger - und das Gegeneinander im Wortzahlkrieg. Wie, XY ist nur noch 300 Wörter vor mir? Na, das schaff ich doch heute auch noch - und wumms, war das Tagessoll erfüllt und immer noch Lust zum Schreiben da.
Was ich aus dem NaNo mitgenommen habe?
Die wunderbare Erfahrung des über sich hinauswachsens. Zu wissen, ich pack das. Zu wissen, ich habe das einmal gepackt, und jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr.
Ich weiß jetzt, dass ich Schreibblockaden innerhalb von Stunden überwinden kann, wenn ich muss.
Ich weiß jetzt, dass ich ohne durchgeplanten Plot schreiben kann und trotzdem etwas dabei herauskommt.
Ich habe ein halb fertiges Manuskript und Ideen genug, um die Geschichte zuende zu bringen.
Wenn das nichts ist, weiß ich auch nicht mehr weiter.
"Der NaNoWriMo und ich" vollständig lesen
Dienstag, 27. November 2007
von Duana
Schon seit Längerem stehe ich da, an meiner Grenze. Dick und rot, genau vor meinen Füßen und ich kann nicht darüber. Noch nicht.
Der NaNoWriMo war mein Weg und die 50.000 Wörter mein Ziel, aber ich habe eine wichtige Sache vergessen, nämlich was ich wirklich maximal leisten kann. Die Naniten wachsen über sich hinaus, aber ich blieb irgendwie stecken.
Zudem war es noch so, dass ich in den letzten zwei Wochen 9 Arbeiten und einige Tests geschrieben habe - und dafür lernen musste. Keine Rechtfertigung, denn wenn ich sehe, wie unsere NaNo-Heldin Rune das Rennen macht, oder die Berufstätigen um jede Minute kämpfen, komme ich mir richtig faul vor und das war ich mit Sicherheit auch.
Aber der Schreibstop hielt an. Kein Wort habe ich mehr getippt und ich muss zugeben es ging mir mehr als schlecht dabei.
Nichts desto trotz habe ich versucht zu kämpfen und mein Projekt nicht begraben, dazu mag ich es einfach viel zu sehr. Wenn ich es nicht in einem Monat schaffe, dann eben in 6, oder einem Jahr. Niederlegen kann ich es nicht, denn ich glaube Majas Prophezeiung, dass es mich verfolgen würde.
"Die Kleinste stößt an ihre Grenzen" vollständig lesen
Dienstag, 27. November 2007
von Rune
Sowas hatte ich seit Tag 13 nicht mehr, mein Sheet zeigt Doppelgrün nach dem halben Marathon von heute morgen! Juhuu!
Und das mir, hier und heute, nachdem Sarah heute Nacht um halb 3 wach wurde und nicht wieder einschlafen wollte, weil ich beim Stillen einen Krampf im Bein bekommen hab und total unruhig war. Bis kurz vor halb 5 saß ich mit ihr im Wohnzimmer, damit der Papa wenigstens ein paar Stunden vor seiner Klausur schlafen konnte und hab sie geschaukelt und gewiegt, bis die kleinen Knopfaugen endlich zufielen.
In den zwei Stunden ist mir so einiges durch den Kopf gegegangen, zum Schluß sogar ein ganzes Kapitel meiner Storyline, das bisher nur ein großer Haufen Bla war. Zwischen Gute-Nacht-Lied und In-Die-Decke-Kuscheln brachte mein übermüdetes Hirn einige sehr interessante Dialoge zustande. Die geistige Ablenkung und das Geschaukel hat die Kleine dann schließlich ins Reich der Träume gleiten lassen.
Also sind wir wieder ins Bett gehuscht, haben Papa gebeten, um 6 allein zu frühstücken und haben bis um 8 weitergeschlafen.
Sarah hat sich dann ihre Milch abgeholt und ist gleich wieder im Reich der Träume verschwunden und ich bin aufgestanden, und hab das Kapitel runtergetippt, neben mir eine Tasse Kaffee und ein Stück Sahnetorte von gestern.
Und da sind wir: weniger als 5.000 Worte bis zum Ziel. Theoretisch die Möglichkeit, vorzeitig ins Ziel zu rauschen. Und immer noch ein wenig die Frage, wie ich das geschafft habe, als “vielbeschäftigte Hausfrau”.
Montag, 26. November 2007
von Rune
Gerade eben habe ich die letzten Worte für das heutige Pensum geschrieben. Seit wir umgezogen sind, klappt es mit dem Schreiben noch besser als vorher.
Sarah kommt morgens so gegen 5 oder 6 Uhr, und mein Mann steht um kurz nach 6 auf. Also wird die Kleine gefüttert und wieder schlafen gelegt, gemeinsam mit dem Schatz gefühstückt und dann um 7, wenn er los geht, geschrieben. Sarah schläft dann so bis 8 oder 9 und ich kann hier fröhlich vor mich hintippen. Heute hätte ich sogar noch etwas Zeit, weiterzumachen.
Sarah hat heute nacht etwas unruhig geschlafen und holt die Ruhe grad nach. Aber für mich muss Schluß sein, da wartet noch eine Menge Hausarbeit auf mich.
Inzwischen weiß ich aber recht sicher, das ich die 50k schaffe, alles andere wäre Unsinn. Und vermutlich wird da dann auch ENDE unter dem Text stehen. Auch wenn in der Überarbeitung noch mindestens drei Kapitel dazukommen werden.
Allen, die auch noch um die 50k kämpfen: Lasst den Kopf nicht hängen, Ihr schafft das!
Sonntag, 25. November 2007
von Maja
Da nach zwei Siegern im Tintenzirkel nun auch das Blogteam seinen ersten Gewinner hervorgebracht hat, ist es nun wieder an der Zeit für einen offiziellen Zwischenstand. An der Bloggerfront hat es einige Bewegung gegeben, nicht nur durch Aryana, die sich heute um Kopf und Kragen geschrieben hat. Einziger Ruhepool in der Kampfzone ist nur Elena. Und das auch nur, weil sie ihren Wordcount nicht aktualisiert. Nun, wenn sie das nicht innerhalb der nächsten fünf Tage schafft, dann wird das nichts mehr mit dem Sieg…
Aber hier sind sie nun, die aktuellen Zahlen:
- Aryana - 50.179 Wörter
- Maja - 45.026 Wörter
- Judith - 44.877 Wörter
- Chuck - 44.598 Wörter
- Hr. Kürbis - 41.850 Wörter
- Rune - 40.573 Wörter
- Lapislazuli - 24.812 Wörter
- Elena - 23.822 Wörter
- Steffi - 20.024 Wörter*
- Maran - 14.963 Wörter
- Moni - 14.952 Wörter
- Duana - 4.080 Wörter
"Zwischenstand am 25. Tag" vollständig lesen
Sonntag, 25. November 2007
von Aryana
Nur drei Worte:
Ich habe fertig!
Sonntag, 25. November 2007
von Judith
Allmählich macht sich eine gewisse Panik in mir breit. Denn gemeinsam mit dem Ende des Nano nähert sich bei mir auch das Ende meines Romans - und das besteht zu großen Teilen noch immer aus Blah. Ich weiß zwar, wie der Schluss aussehen soll, aber wie genau ich Linn dahin bringe, das ist mir noch ein Rätsel. Und viel Zeit hab ich nicht mehr, um das endlich herauszufinden.
Vielleicht werde ich nicht ganz mit 50.000 Wörtern fertig sein, aber der letzte große Wendepunkt eilt mir dennoch mit großen Schritten entgegen, und mit ihm beginnt dann auch schon das Blah. Wirklich toll, wenn man in der Handlungsskizze stehen hat ” … und dann gelingt es Linn, den Streit zwischen den Stämmen zu schlichten”. Schön für sie, aber wie zum Teufel macht sie das? ARG!