Bei mir gerät der T12 zu einer ständigen Berg- und Talfahrt. Ab und zu läuft es super und ich hab Freude am Schreiben. Oft aber quäle ich mich nur mühsam durch und weiß nicht, wozu ich das alles mache. Bis jetzt habe ich nicht das Gefühl, dass der T12 bei mir zu qualitativ hochwertigen Texten führt.
ähem
Das andere ist … Obwohl ich Überarbeiten nicht mag, entstehen die Romane bei mir erst so richtig bei der Überarbeitung. Rohfassungen geben eine grobe Richtung vor, und erst, wenn ich mal einen “fertigen” Roman vor mir liegen habe, kann ich am Spannugsaufbau, den Figuren und dem Plot ganz allgemein feilen. Natürlich, sinnvoller wäre es, vorher im Detail zu plotten, aber leider funktioniert das bei mir nicht so recht.
Daher könnte man jetzt sagen, dass es eigentlich egal ist, wenn ich im T12 nur Mist produziere.

Hauptsache, ich hab mal eine erste Fassung. Und das ist auch der Grund, weshalb ich mich aus meinem tiefen Frustloch immer wieder rausstrample und einfach stur weiterschreibe.
Dennoch: Es gibt Romane, bei denen funktioniert dieses Schnellschreiben nicht so gut wie bei anderen. Bei mir sind das die “Göttersteine”. Aus irgendeinem Grund wollen sie ganz viel Zeit und lange Pausen. Also hab ich nun daneben so halb mit einem neuen Projekt begonnen. Vorerst habe ich eine grobe Idee, eine Ich-Erzählerin und ein Setting. Sicher ist: Es ist keine Fantasy und keine Phantastik. Das macht die Sache sehr aufregend, denn ich kann mich schon nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt einen Roman ohne phantastische Elemente geschrieben habe. Mal sehen, wo die ganze Sache hinführt. Immerhin ist es eine schöne Abwechslung zu den Göttersteinen und gerade deshalb vielleicht das richtige “Nebenbei”-Projekt.