So still hier … bin ich die einzige, die noch brav diesen Blog nutzt?
Wie auch immer. Ich melde mich gehorsam zu meinem monatlichen Bericht. Im Juni hatten wir die einmalige Chance, ohne Ehrverlust und Pfannengedröhn aus dem T12 auszusteigen - was auch einige getan haben. Ich habe lange überlegt, bin dann aber doch dabei geblieben. Schon Anfang Juli begann ich das zu bereuen, als ich gleich in ein kleines Schreibtief schlitterte. Bei den Göttersteinen war dann erst einmal Stillstand und ich habe mich verschiedenen anderen Projekten zugewandt:
Ich habe etwas Uraltes zu Ende geführt, dann habe ich eine Kurzgeschichte für einen Wettbewerb begonnen, die leider immer noch nicht fertig ist, und ich habe einige Szenenfragmente für eine eher abstruse Romanidee aufgeschrieben.
Um ehrlich zu sein: Ich habe Wörter geschunden. Und ich bin nicht stolz darauf. Einiges von dem, was ich im Juli geschrieben habe, werde ich in die Tonne treten müssen. Das ist nicht schön, und das ist auch nicht Sinn des T12. Also habe ich mich wieder am Riemen gerissen, mich meinen Plotlöchern bei den Göttersteinen gestellt (mit mäßigem Erfolg) und die Arbeit daran wieder aufgenommen. Mein Ziel, diesen Monsterroman tatsächlich im T12 zu beenden, rückt allerdings in immer weitere Ferne. Dieses Ding wächst und wächst einfach ins Unendliche. Etwa 650 Normseiten sind es bisher und mir fehlt noch mindestens ein Drittel. Vielleicht auch mehr.
Ich habe aber dabei auch wieder erkannt, wieviel mir an diesem Projekt liegt. Das ist wirklich mein Herzensprojekt, meine eine große Schreibliebe. Soviel ich auch über diesen Roman fluche und ob all der Plotabgründe verzweifle - es steckt dennoch all mein Herzblut darin. Ich denke nicht, dass die Göttersteine jemals verlagstauglich sein werden. Dafür steckt zuviel in dem Roman, was eine breitere Leserschicht wohl eher abschreckt. Aber es ist mir egal, weil ich diesen Roman für MICH schreibe, weil ich ihn schreiben möchte, weil er heraus möchte und weil er teilweise mein tiefstes Innerstes spiegelt. Das ist meine Erkenntnis diesen Monat - und das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis bisher in diesem Jahr.
Amen.