Eigentlich sollte mein Romanprojekt eigentlich nur aus der Ich-Perspektive des Protagonisten geschrieben werden, schlicht und ziemlich gradlinig. Aber schon im zweiten Kapitel merkte ich, dass das nicht klappt. Godemar wird nach zwanzig Jahren magischen Komas von einem Zwerg ausgegraben und ist stark eingeschränkt in seiner Wahrnehmung und Motorik. Man kann sich vorstellen, wie langweilig es ist, einem Text zu folgen, in dem der Held nur schwer verletzt in der Gegend herum liegt, dem ab und an die Verbände gewechselt werden und der Suppe eingeflößt bekommt. GÄÄÄHN!
Also hab ich die Idee verworfen und schreibe jetzt aus verschiedenen auktorialen Perspektiven, dadurch kommen auch die anderen Charaktere zu mehr Tiefe.
Charaktere, die gar nicht geplant waren.
Charaktere, deren Rolle ich ausbauen werde und die mir beständig neue Ideen liefern. Ich liebe mein Personal, nur etwas ist blöd: zu meinem Protagonisten habe ich keine besondere Bindung, er ist noch ziemlich blass und sein Bild in meinem Kopf ist ein anderes, als der Plot es verlangt. Dafür ist mein Antagonist eine interessante Persönlichkeit und ich hab schon nette Ideen, um ihn noch plastischer zu machen.
Schagra, der Orkin, die nur eine Rolle als magische Batterie für einen bösartigen Zauber meines Bösewichts spielen sollte, habe ich schon ein vorgeschobenes Kapitel gewidmet. Bardorar, der Zwerg, entpuppt sich als kinderlieb. Joven, ein Händler, dem ich erst gestern begegnet bin, könnte noch eine wichtige Rolle spielen.
Was kommt noch alles?