Ich mache immer Witze darüber, daß Elena einfach ihre Zeitzone verlegen soll, wenn sie versucht, in der Nacht auf den 1. Dezember 6.000 Wörter zu schreiben - wenn die Mitternacht erst drei Stunden später kommt, hat sie entsprechend mehr Zeit. Leider bringt es nicht viel, den Zähler auf der Nanowrimoseite auszutricksen - der einzige, den man damit betrügt, ist man selbst…
Jetzt frage ich mich, ob das in meinem Fall überhaupt noch Betrug wäre. Tatsächlich fühlt sich meine biologische Uhr, als hätte ich mich in Mauretanien niedergelassen, GMT -1, und auch nur, weil sich auf meiner Karte für GMT -2 kein Land befindet, sondern nur Ozean. Aber das ist meinem Körper ja egal! Bis zwei Uhr hänge ich rast- und ruhelos über meinem Rechner - zwar befinde ich mich ab elf im Bett, aber ich habe jetzt einen Laptop, den kann man dann noch so bequem auf dem Schoß halten… Und dann ist es zwei Uhr, und ich gehe schlafen. Um nicht vor elf Uhr vormittags (ich wollte gerade “elf Uhr früh” schreiben, aber dann erschlagen mich alle, die um sechs Uhr aufstehen müssen). Vorher geht’s nicht. Und ich fühle mich zerschlagen und verkatert und wirklich komplett jetlaggig. Es war Elena, die erklärt hat, Schlaf wäre überbewertet, nicht ich! Aber hier bin ich, mitten im Nanowrimo und schon ein nervliches Wrack.
Die Worte schlagen zurück. Und sie fordern ihren Tribut. Und ich geb mal langsam frühstücken…