Ich schreibe in den letzten Tagen sehr langsam, um mich selbst ein wenig zu betrügen. Meine innere Logik sagt, je weniger ich schreibe, desto weniger schnell bin ich mit meiner Geschichte am Ende. Ich habe schon ein wenig an Lückenfüllern geschrieben, bin aber gerade erst über die 30K Hürde gehüpft und damit im Rahmen des Pensums. Aber ich muss noch 20K schreiben, wie soll das gehen wenn meine Charaktere nur zwei Kapitel von der Erfüllung ihrer Rache entfernt sind?
Sicher, sie könnten sich jetzt erstmal ein bisserl hinsetzen und tarantinoeske Dialoge führen, nur hat das rein gar nichts mit der Handlung zu tun. Ich will nichts schreiben, dass nachher nicht so im fertigen Manuskript auftauchen könnte …
Ich hab jetzt schon den verschollenen Sohn des gemordeten Grafen, der sich der Gruppe angeschlossen hat, einen Händler, der ein Eindringen in die Burg des Schurken erst möglich macht, eine gezeichnete Dienerin, die sich für ihre Verstümmelung “erkenntlich” zeigen will, eine detailliert beschriebene Zwergen(schuss)waffe, die Orkin, die vorher nur Kanonenfutter war, Szenen aus dem Vorleben des Hauptcharakters … Alles vorher nicht da gewesen, aber so langsam gehen mir die Ideen aus und durch das ewige Szenen-jumping schaffe ich mir immer mehr Ungereimtheiten im Plot.
Dabei will ich doch nur den NaNo schaffen, aufzugeben wegen “Ploterfüllung” kommt mir komischer vor, als das Pensum nicht schaffen zu können. Denn das liegt ohne Zweifel im Bereich des Möglichen … seufz