Gestern war es schon recht mühsam, sich die benötigte Wortanzahl aus den Fingern zu saugen, aber ich hab es trotz fehlender Schreibroutine knapp über die 4000-Wörter-Hürde geschafft. Glücklich und zufrieden ging ich ins Bett und schlief den Schlaf der Gerechten.
Heute Morgen dann der Schock!
Ich sitze noch völlig verpennt vor dem Rechner, fahre yWriter hoch und will mich an die dritte Szene des ersten Kapitels machen, als es mich wie ein Blitz trifft … Szene 3 enthält 0 Wörter!
AAAAAARGH!
Da waren gestern Abend noch über 600 Wörter drin, wo sind die geblieben? Bei Szene 2 sieht es nicht besser aus, da stehen zwar auch noch ein paar Ziffern im Wortzähler, die sind aber nur noch dreistellig statt mit einer mühsam erkämpften 1 davor!
Glaubt mir, morgens um 6 Uhr kann der Tag schon gelaufen sein! Ich sehe mich schon den NaNo hinschmeißen, einen kompletten Tag den Text nachschreiben, der schon zu Papier gebracht wurde, da hab ich keine Lust drauf. Mit zittrigen Fingern lange ich nach meinem USB-Stick und hoffe auf die Gnade der Backup-Götter. Aber auch hier ist nur die “alte” Version zu finden, die RTF-Dateien sind allesamt vorhanden, aber leer! Da ist irgendetwas verdammt schief gelaufen, ich will gerade wieder resigniert ins Bett torkeln, als ich noch einen Blick in den Autobackup-Ordner werfe. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und tatsächlich habe ich Glück. Hier schlummert mein Text friedlich vor sich hin, nicht ein Wort fehlt.
Überglücklich kopiere ich alle vorhandene Dateien in ein Word-Dokument und sichere sie anständig. Noch habe ich yWriter nicht deinstalliert, aber damit schreiben werde ich im November garantiert nicht mehr!