Nun gut, zwar sind Chuck und Maja schon gestern Abend, also vor mir fertig geworden, und ich habe vor ca. einer halben Stunde mein 50.000stes Wort getippt, aber ich denke, wenn ich mir die Statistik anschaue, habe ich Grund zu ausschweifendem Selbstlob: Ich habe den NaNo in nur zehn Tagen gewonnen!
…
…
Okay, es ist eine kleine Lüge, aber nur eine kleine. Es ist sicher kein Zeichen und unglaublicher Selbstdisziplin, fünfzehn Tage lang kein einziges Wort zu schreiben, aber andererseits auch nicht ganz ohne, den Rest dann in zehn Tagen zu schreiben. Dieser NaNo ist also in vielerlei Hinsicht ein Erfolg gewesen:
1. ist es das erste Mal, dass ich einen NaNo bereits vor dem Ende gewinne, obwohl ich eine riesige Aufholjagd starten musste (das zumindest passiert ja öfter, ähm, also 2006, 2007 und jetzt 2009).
2. ist es das erste Mal, dass ich wirklich früh hängen geblieben bin (am vierten Tag bzw. bei ca. 16.000 Wörtern), also die größte Aufholjagd bisher
3. habe ich meinen persönlichen Tagesrekord gebrochen, der nun bei 11.854 Wörtern liegt
4. finde ich zum ersten Mal meinen Roman wirklich gut bisher
5. sind nur ca. 15.000 Wörter der 50.000 blah
6. habe ich den NaNo an zehn Tagen geschrieben. Ähem. Mehr oder weniger.
Alles in allem war der NaNo dieses Jahr ein voller Erfolg, und ich war an einigen Tagen so euphorisch wie schon lange nicht mehr. Nachdem ich in den letzten Jahren so mit dem Schreiben gekämpft habe, war dieser November wie ein Urlaub für mich. Es gab viele Stunden, in denen ich einfach nur in meinem Sessel gesessen habe und ganz gemütlich geschrieben habe. Zum ersten Mal seit langem ging das mühelos, und mit dem Ergebnis bin ich sogar zufrieden. Oder, wie meine Lieblingsfigur sagen würde:
Aber du hast mich nicht umgebracht und ich dich nicht, also ist so weit alles gut.