Etwas über eine Woche ist vergangen seit der NaNo begonnen hat. Zeit für mich, Bilanz zu ziehen. Bisher habe ich den NaNo nicht als stressig empfunden. Ich habe nur das Nötigste geschrieben um meinen Soll zu erfüllen und bin noch nicht an meine Grenzen gegangen. Für die 1.600 und ein paar Zerquetschte brauche ich etwa eineinhalb Stunden. So viel habe ich die letzten Monate auch am Tag geschrieben. Allerdings war es mir bisher kaum möglich, weiterhin an meinem Projekt für Arena zu arbeiten. Das Hin- und Herwechseln zwischen zwei so unterschiedlichen Projekten bereitet mir große Schwierigkeiten. Auf der einen Seite haben wir Horror, auf der anderen ein Kinderbuch. In sieben Tagen ist Einsendeschluss und in meinem Kopf vermischen sich Zombies mit Katzen. Manchmal fällt es mir schwer, meinen Soll zu erfüllen. Ich war wohl doch nicht so gut vorbereitet wie ich gedacht habe, obwohl mein Plot zwei Seiten lang war. Mehr habe ich sonst auch nicht. Dennoch gerate ich manchmal ins Stocken. Ich habe das Gefühl, ich wiederhole mich ständig. Und ich schinde Wörter. Statt „Motorengeräusch“ schreibe ich „Das Geräusch des Motors“. Vier Wörter statt einem. Einige Szenen gibt es, die mir gut gefallen, aber eigentlich bin ich mehr mit Schreiben beschäftigt statt mit Denken. Ich weiß gar nicht genau, was in meinem Buch geschieht. Heute will ich meine erste Nachtschicht einlegen. Ob das so klug ist, werde ich morgen früh erfahren. Heute endet meine kinderfreie Woche. Morgen werde ich wieder Mami sein. Alleinerziehend. Berufstätig. Und Schriftstellerin.