Beinahe vollständige zwei Tage sind in diesem Nano vergangen und ich fühle mich recht sollig an dieser Stelle. Beethoven erschallt aus meinen Boxen, mein normales Leben leidet nicht und die Finger tasten sich an meinen Roman heran. Langsam entwickeln sich die Charaktere und ihre Eigenarten machen mir das Leben schön. Geschrieben habe ich heute mehr Wörter als gestern und wie Uli Hoeneß zu sagen pflegte: Der Trend ist entscheidend. Wenn also jeden Tag eine 25% Steigerung erfolgt, werde ich am Ende auf ein paar hundertausend Wörter kommen. Sehr gut. Damit kann ich leben.
Es geht also voran. Dabei lasse ich mich auch nicht von der jungendlichen Kraft gepackten Elena verunsichern, denn bekanntlich werden am Ende des Krieges die Toten gezählt. Alternativ: Hinten ist die Ente fett. Demnach habe ich noch großes vor und gehe davon aus, den Nano vor dem 30. November abzuschließen. Bis jetzt deutet alles daraufhin. Vor allem aber die Leichtigkeit, mit der sich meine Charaktere zurzeit steuern lassen. Sind etwa auch sie dem Zen verfallen? Erfahren sie es demnächst, wenn es wieder heißt: “Holdriho, ein Chuck geht seinen Nano.”