In diesem Jahr habe ich mich gründlich für den NaNo vorbereitet. Ich habe einen Plot (weitestegehend fertig), ich habe Charaktere, die sogar einen Nachnamen und einen Lebenslauf vorweisen können, ich habe einen guten Motivator und ich habe Spaß an der Sache.
Das einzige was fehlt, ist das Erreichen des Tagespensums, aber ehrlich gesagt, ich kann gut damit leben.
Lieber schreibe ich pro Tag 1000 Wörter und krieche hinter dem Pensum her, als 0 Wörter. Und 0 Wörter waren das, was ich lange Zeit in meinem Schreibkalender stehen hatte. 0 Wörter seit Monaten. Seit September geht es endlich wieder bergauf und sobald ich mich entschieden hatte, mit Bissige Zeiten in den NaNo zu starten, konnte ich den November kaum mehr erwarten.
Bereits im letzten Jahr hatte ich die Geschichte als grobe Idee im Kopf und trat damit im NaNo an. Dann aber ging viel schief und letztendlich ging damit dann auch der NaNo für mich nicht weiter. Aber die Idee hatte ein Jahr Zeit, in meinem Kopf zu einem ordentlichen Plot anzuwachsen und damit war dann für dieses Jahr endlich einmal eine ordentliche Grundlage geschaffen.
Was mich in diesem Jahr absolut überrascht, ist die Tatsache, daß ich nicht (oder kaum) prokrastiniere. Ich schreibe morgens in der Bahn, mittags in der Pause und abends auf dem Rückweg wieder in der Bahn. Und dann noch ein wenig zu Hause, wenn ich gegessen habe und etwas ausgeruht bin. Die Ablenkungen sind durchaus da, wie das Internet, Bücher etc., aber irgendwie kann mich das dieses Jahr nur bedingt reizen. Vielleicht, weil ich eine so lange Auszeit vom Schreiben genommen hatte und nun wirklich mit Energie wieder dran gehen kann. Vielleicht, weil ich endlich mal etwas fertig bekommen möchte, mit dem eine Agenturbewerbung angepeilt werden kann… Ich weiß es nicht, aber ich genieße es definitiv. So viel Spaß wie jetzt hat mir das Schreiben seit Jahren nicht mehr gemacht und das Gefühl ist wirklich gut.