Nichts hilft besser über eine Schreibblockade hinweg, als über etwas zu schreiben, das man selbst liebt. In meinen “Meeresträumen” entdeckt mein Protagonist Shanaro gerade seine Liebe zum Meer, eine Leidenschaft, die ich mit ihm teile und in der ich mich gerade restlos und maßlos ergehe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich von all dem Meeregeschwafel, das ich gerade getippt habe, mindestens die Hälfte wieder streichen werde, weil es “kitsch as kitsch can” ist - aber im Moment ist mir das ziemlich egal. Ich genieße es einfach, meine eigene Liebe zum Meer einem Protagonisten in die Seele zu legen und mich da mal so richtig auszutoben. In meinem Kopf laufen so ziemlich alle Unterwasseraufnahmen ab, die ich in meinem leben je gesehen habe, während Shanaro, zwangsweise in einen Meermann verwandelt (as plottechnischen Gründen), life und in Farbe durch diese Unterwasseraufnahmen schwimmt, zur Hälfte Mensch, zur Hälfte ein Katzenhai. Warum ausgerechnet ein Katzenhai? Keine Ahnung, fragt meine Muse. Ich finde, es steht ihm. Und während Shanaro durch azurblaue Tiefen streift, Seeanemonen bewundert und die hübschen bunten Korallnfische beobachtet, denke ich die ganze Zeit nur eins: Wann habe ich endlich genug geld, um endlich mal einen Tauchkurs zu machen?
Satz des Tages:
“Die Höhle öffnete sich zum Meer – und innerhalb eines winzigen Augenblicks wurde Shanaro bewusst, was Weite war.”
Seufz. Ich will mal wieder ans Meer!