Da habe ich mir auch für Februar nur ein Mini-Ziel an Wörtern vorgenommen und habe gehofft, dass es ähnlich wie im Januar einigermaßen gut läuft und ich vielleicht sogar noch ein wenig mehr schreiben würde, aber dieser Plan erfüllte sich leider nicht …
Nun gut, mir fehlen nur noch gut 3000 Worte, um mein selbstgestecktes Mini-Ziel zu erreichen, aber auch wenn mir noch bequeme 4 Tage bleiben, werde ich das wohl nicht schaffen. Bei mir herrschte den Großteil des Monats akuter Schreibfrust.
Mein NaNo-Roman wurde stetig schlechter, deshalb habe ich ihn vorerst mal auf Eis gelegt. Dann dachte ich, dass ich ja nun mal die zwei Kurzgeschichten schreiben könnte, die ich eigentlich noch für Wettbewerbe einreichen möchte, aber bisher ist es beim Dran-denken geblieben … Und dann habe ich beschlossen, meinen grandiosen Vorzeigeroman weiter zu überarbeiten, wenn ich schon nichts Frisches schreibe. Immerhin gedenke ich doch, damit dieses Jahr Agenturen zu belästigen. – Aber weiter als bis zu Kapitel 3 bin ich nicht gekommen. Es kommt mir vor, wie das Schlechteste, was ich jemals fabriziert habe

Nun ja, ich weiß, dass das nicht stimmt, aber trotzdem habe ich momentan das Gefühl, dass es zum Veröffentlichen definitiv nicht taugt. Und warum soll ich dann überhaupt weiter meine Zeit damit verschwenden?
Vermutlich sehe ich das in einigen Wochen schon wieder ganz anders, aber momentan frustriert mein Herzensbaby mich zu sehr, um auch nur die Datei zu öffnen …
Tja, aber an irgendeinem Projekt muss ich ja arbeiten, am Ende käme ich noch auf die Idee, mich voll auf das Lernen für meine nächsten anstehenden Prüfungen zu konzentrieren, die so langsam in bedrohliche Nähe rücken …
Damit ich also zumindest das Gefühl habe, dass es aufwärts geht, habe ich meinen „alten“ Kurzroman „Durch das Wasser“ rausgekramt, den ich letztes Jahr für einen Wettbewerb geschrieben habe; und der natürlich nicht gewonnen hat. Was mich aber nicht verwundert, da die Zeichenbegrenzung mich letztlich zu einem schnellen und ziemlich langweiligen Ende gezwungen hat. Dass es kein sonderlich gutes Ende war, war mir schon länger bewusst, aber erst in den letzten Tagen ist mir der
Deus Ex Machina-Effekt aufgefallen – was habe ich mir bloß
dabei gedacht?
Ich denke mal, ungefähr das letzte Drittel des Kurzromans ist für die Tonne, aber auf dem Rest kann ich aufbauen. Ideen zur Überarbeitung gibt es viele. Angefangen habe ich damit, dass mein Prota einen neuen Nachnamen und eine neue Herkunft bekommen hat und auch einige andere Figuren habe ich umbenannt. Und das Dorf, in dem die Haupthandlung des Historic-Fantasy-Romans spielt, ist mal wieder umgezogen. In der frühesten Version lag es in der Bodenseeregion, dann ist es in die Nachbarschaft von Braunschweig gezogen und jetzt ist es im Bergischen Land angekommen – und weil ich schon mal beim umbenennen war, hat auch das Dorf einen neuen Namen bekommen, bzw. ich muss mich noch zwischen zwei möglichen Varianten entscheiden.
Das Neu-Plotten läuft derzeit jedenfalls recht gut, was mir wieder etwas bessere Laune verleiht und ich hätte Lust, jetzt gleich richtig mit schreiben anzufangen, bzw. jene alten Szenen, die ich übernehmen will, zu überarbeiten. Aber ich habe beschlossen, es erst einmal bleiben zu lassen, jetzt einen schönen Plot mit einer logischen Lösung auf die Beine zu stellen und mich ausführlichst mit meinem Prota zu unterhalten, der auch wirklich sehr redselig ist und überglücklich, dass ich ihm mal wieder meine Aufmerksamkeit widme.

Nach den Prüfungen Ende März werde ich so richtig durchstarten. Dann habe ich gut zwei Monate Pause bis zur folgenden Prüfungsphase und ich vermute und hoffe, dass dann auch meine Zuversicht zurückkehrt und ich wieder klarer sehe.
Ja und woher nehme ich nun in den nächsten 4 Tagen 3000 Wörter, um zumindest noch meinem Mini-Ziel gerecht zu werden? Soll ich mich vielleicht doch mal den beiden Kurzgeschichten annehmen? Mir scheint, ich sollte es zumindest mal in Erwägung ziehen.
