Mittlerweile ist es schon einige Tage her, seit ich meinen NaNo-Roman von 2009 - “Bühnenzauber” - endlich fertiggestellt habe. Die Rohfassung, wohlgemerkt. Es gibt noch einiges zu überarbeiten.
Ich bin erleichtert, denn dieser Roman hatte es in sich. Manchmal lief es ganz gut, aber oft habe ich geflucht, gejammert, gemeckert und wollte alles hinschmeißen. Auch jetzt habe ich noch den Eindruck, einen Roman nur für die Tonne geschrieben zu haben. Trotzdem bin ich stolz auf mich. Ich habe nicht aufgegeben und mich durchgekämpft. Und vielleicht finde ich den Roman ja nicht mehr ganz so schlecht, wenn er erst mal ein paar Wochen auf der Seite lag. Immerhin finde ich die Charaktere und einige Szenen durchaus vielversprechend.
Wie geht es jetzt weiter? Als Überarbeitungsmuffel hatte ich immer noch “Polarnacht”, meinen NaNo-Roman von 2007, als Rohfassung herumliegen. Nun habe ich diesen Roman wieder hervorgeholt und bin mit der “Grobarbeit” beschäftigt: In der Mitte mussten zwei Kapitel völlig neu geschrieben werden (ist erledigt) und nun steht mir ein Neuschreiben der letzten Kapitel bevor. Überarbeiten ist natürlich im T12 mühsam - oft arbeite ich eine Stunde am Roman und habe am Ende dennoch eine dicke, rote Null im Wordcount prangen.
Nach “Polarnacht” werde ich mich also doch nicht gleich auf die Überarbeitung von “Die geraubte Seele” (NaNo 2008) stürzen, sondern mich entweder wieder meinen Göttersteinen zuwenden oder etwas Neues beginnen. Überarbeiten ist wichtig und notwendig - aber leider ist das für mich der unangenehme Teil des Schreibens. Viel lieber schreibe ich frei Schnauze die erste Fassung. Da kann ich meine Selbstzweifel noch besser beiseite schieben und einfach die Ideen sprudeln lassen.