So, nun stehe ich da und habe im April gerade mal eine Handvoll ernstzunehmende Wörter geschrieben. Mein Vorsprung schrumpft und schrumpft und wenn ich nicht bald etwas dagegen tue, werde ich aus dem grünen Bereich fallen und spätestens dann kommt der ganz große Frust, das weiß ich jetzt schon.
Was also ist los?
Also erstmal … es ist ein ziemlich hektischer, stressiger Monat, ohne, dass ich genau sagen kann, warum eigentlich. Ich fühle mich, als renne ich ständig durch die Gegend, ohne auch nur etwas Sinnvolles auf die Reihe zu bekommen. Die Tage laufen mir durch die Finger und ich stehe am Abend jedes Mal da und frage mich, was ich eigentlich genau geschafft habe. Nervig, das Ganze.
Zweitens - ich plotte. Ein neues Buch muss her, eines, von dem meine Agenten glauben, dass sie es vermitteln können, und an dem ich auch noch Spaß habe. Meine Wahl fiel auf den lange fälligen Titanic-Fantasy-Parallelwelt-Steampunk-Roman, der in meinem Kopf herumgeistert. Und obwohl das Thema spannend ist und meine Charaktere irgendwie liebenswert und interessant … komme ich mal wieder nicht recht voran.
Ich mag plotten nicht.
Ich mag die Vorstellung nicht, schon alles in meinem Hirn fertig anzulegen, ich fühle mich so eingezwängt von dem, was ich dann so scheinbar für die Ewigkeit festgelegt habe, obwohl das natürlich blödsinnig ist. Ich kann den Plot ja ändern, wenn es mir nicht passt. Und natürlich weiß ich, dass es besser ist, vorher zu wissen, wo das Buch hinsoll. Aber dennoch finde ich diesen fürchterlich langsamen Prozess jedes Mal schrecklich frustrierend, die Phase, wo ich plane und verwerfe und plane und verwerfe und plane …
Dazu kommen noch zwei inzwischen halbwegs geflickte Plotlöcher, die mich wieder mal anschreien, dass ich das mit der Schreiberei auch gleich aufgeben kann, wenn ich nicht mal solche Kleinigkeiten in den Griff bekomme.
Alles ein bisschen blöd. Aber inzwischen … tatsächlich steht inzwischen etwas wie ein Plot. Auf wackligen Füßen, aber er steht. Jetzt darf nur keiner husten. Und das heißt, ich kann vielleicht bald wieder schreiben. So richtig. Also echte Sätze. Die eine Geschichte erzählen.
Vielleicht.