Wie ist das nun eigentlich, wenn man im Rahmen des T12 den NaNo schreibt?
Ich muss sagen: Ein bisschen ändert das den NaNo schon. Ich habe ihn ja schon seit Beginn des Jahres fix eingeplant und bin also davon ausgegangen, dass ich so meine September/Oktober-Flaute wieder aufholen kann.
Dadurch ist Durchhalten im NaNo für mich also zu einer doppelten Verpflichtung geworden. Natürlich könnte ich auch im Dezember noch den Rest schreiben, falls ich den NaNo nicht schaffen sollte. Dennoch wusste ich vor November: In jedem Fall muss ich noch ein NaNo-Pensum und noch ein bisschen mehr für den T12 schreiben, ganz egal, wie es nun im NaNo selbst läuft.
Aufgeben (wie 2008) kommt also dieses Mal nicht in Frage - was ein bisschen meine Angst vor Plotproblemen erhöht. Und diese sind praktisch vorprogrammiert. Ich habe meinen Roman nicht durchgeplottet und nähere mich allmählich dem großen BLAH.
Insgesamt ist also dieses Jahr mehr Druck hinter der ganzen Sache als sonst. Vielleicht ist das der Grund, weshalb alles ein wenig zäh läuft. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich das Gefühl habe, meiner Idee nicht gerecht zu werden. Wie so oft hatte ich vom Roman und der ganzen Atmosphäre eine recht genau Vorstellung im Kopf - aber das bisher Geschriebene entspricht nicht dieser Vorstellung.
Opfere ich hier also gerade eine Idee, die ich eigentlich recht gut finde, der Wörterzählerei des NaNo und des T12? Hoffentlich nicht! Hoffentlich ist es so wie im letzten Jahr, als ich meinen Roman auch ganz furchtbar fand, während ich ihn nun mit einem Jahr Abstand eigentlich ganz gern mag und zuversichtlich bin, dass mit der Überarbeitung etwas Brauchbares daraus wird.
Ich werde also tapfer weiterschreiben, mich nicht zu sehr von meinem momentanen Schneckentempo frustrieren lassen und vor allem eins tun: Durchhalten!