Yeeeeeeeeeeeeeeeeha, auf geht’s, Cowgirls’n’boys.
Was bis hierhin geschah:
Asylon mein Erstlingswerk ist auf den Ladentheken von Thalia und Gugelhupfendubel eingeschlagen, wie ein Wattebäuschchen auf Ferienausflug. Nein … ganz so schlimm wars nicht, für ein Debüt sicherlich ganz OK, aber wenn ich mir jetzt im Nachhinein meinen Stundenlohn ausrechne, wäre Hartz 4.1 sicherlich … aber ach lassen wir das. Jammern auf Höchstniveau.
Die schöne Nachricht ist ja, dass Piper nach einem Zweitprojekt gefragt hat und mein letzten November erarbeitetes Konzept ohne Umschweife, Änderungswünsche o.ä. angenommen hat (was ich persönlich immer etwas irritierend finde; manchmal würde ein wenig Negativkritik mir das Gefühl vermitteln, man nähme an meinem schriftstellerischen Fortentwicklungsprozess irgendwie teil; schließlich ringe ich hier um Verbesserung, verdammt und zugenäht, da fühle ich mich in der Rolle des Selbstläufers nur bedingt wohl).
Das neue Projekt ist wieder Dystopie, aber keine Fortsetzung. Mehr darf ich im Augenblick nicht verraten, aber sobald der neue Katalog raus is, seid Ihr die ersten, die mit mehr Info gefüttert werden.
Der neue Vertrag bescherte nicht nur willkommenen Vorschuss, sondern auch Deadline bis Ende Mai und auch die nur mit etwas Bettelei. Schließlich bin ich auch deswegen in Elternzeit gegangen um eine höhere Dosis Zwerg zu haben.
Ende Januar ist dann das Semester ausgekullert (es gibt da ja noch so eine lästige Haupttätigkeit). Ich habe einen Mordsaufriss daraus gemacht, die Klausuren punktgenau zum 31. Januar fertigkorrigiert zu haben, damit ich dann sagen kann, ich habe genau vier Monate zum Schreiben. Mit einer Woche voller Vierzehnstundentage ist mir das auch geglückt.
Tja und dann … saß ich ein paar Tage wie gelähmt rum.
Und dann … habe ich erstmal Dan Deckers Anatomy of a Screenplay gelesen. Sehr empfehlenswert, meine neue Schreibbibel, aber hat keine einzige Seite auf den Zähler gebracht.
Und dann … schrieb mein Agent eine Mail wegen einer neuen Idee. Welch glorioser Grund noch mehr zu Prokrastinieren. Ich erfand innerhalb von zwei Tagen einen Plot für einen wilhelminischen Vampirreißer (Lo and Behold), hinterher klärte sich dann, dass er aber eigentlich einen lupenreinen Krimi wollte (“Die Fantasywelle ebbt ab; Pan schließt gerade die Imprinttore”). Ist schon fast ein running gag zwischen uns. Ich habe ihm fürs nächste Mal einen Thriller versprochen, um mich nun aber endgültig dem neuen Projekt zuzuwenden.
Und dann … habe ich nach Dan Deckers Anleitung einen Overkill an Charakterstrukturdiagrammen, Plotübersichten u.a. nützlichen Schisslaweng entworfen, was sich aber leider wiederum nicht in Seiten niedergeschlagen hat.
Und dann … habe ich gestern aus meinem Asylonmanuskript die Formatierung in ein neues Doc rüberkopiert, das ungeschriebene Werk mit einer Widmung versehen und sage und schreibe drei erste Sätze geschrieben, nur um den bösen Hexenbann zu brechen.
Und dann … erzähl ich Euch morgen … oder übermorgen, weil morgen ist Familientag und ich und meine Süße sind genau sieben Jahre zusammen (und mein Zwerg seit heute ein [EDIT] halbes Jahr alt). Liebe Grüße, Euer Thomas