Es ist schon unglaublich, wie oft einen das Schreiben doch überraschen kann. Vor ein paar Jahren noch dümpelte ich so vor mich hin und träumte vom großen Wurf ohne wirklich zu werfen. Großartig beworben habe ich mich immer noch nirgends, aber erst im letzten Jahr habe ich gelernt, zielgerichtet zu schreiben, Projekte tatsächlich zu einem Abschluss zu bringen, ohne vom Weg abzuweichen. Und in diesem Jahr habe ich gelernt, wie viel ich an einem Tag schreiben kann! Vor ein paar Wochen hatte ich keine Ahnung von Dingen wie einem “Speedbattle”. Jetzt weiß ich, dass diese Dinger einen süchtig machen können. Und sie bringen unglaublich viele Wörter. Heute habe ich tatsächlich 6.475 Wörter geschrieben. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, das ist der höchste Wert überhaupt, seit ich Wörter zähle. Das allertollste daran ist aber, dass ich das Gefühl habe, dass das, was ich schreibe, wirklich gut ist. (Von diesem Blogeintrag mal abgesehen. Der enthält allein schon viel zu viele “unds”, aber ich habe heute schon so viel formuliert und geschrieben, dass ich nur noch Watte im Kopf habe) Manchmal, vor allem in der letzten Stunde, habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht selbst hier sitze und schreibe. Die Geschichte schreibt sich viel mehr selbst und ich sehe meinen Fingern bloß dabei zu. Und die Dinger bewegen sich so schnell! Unglaublich, dass das tatsächlich wahr sein soll. Tue ich das wirklich oder ist das nur ein Traum? Bin ich wirklich real oder der Traum von jemand anderem? Ihr seht schon, ich muss dringend ins Bett. Der Februar ist auf meiner Uhr in drei Minuten zuende. Draußen wütete der Sturm und ich bin ehrlich ehrlich erschöpft. Meine Spiegeljäger aber, da bin ich mir sicher, leben in einem wirklich guten Buch.