Der NaNo 2007 war für mich die krasseste Schreiberfahrung meines Lebens. So viel hab ich noch nie geschrieben, noch nie so viel am Stück und zu einem Projekt, garantiert auch mehr als in meinem bisherigen Leben, “schriftstellerisch” gesehen …
Es war hart, aber war es das auch wert? Ja, auch wenn der BLAH zugeschlagen hat, das Buch noch nicht fertig ist und so schnell auch wohl nicht wird. Schuld ist die mangelnde Ausarbeitung eines vernünftigen Plots und zu wenig Wertschätzung einigen Charakteren gegenüber.
Aber das ist auch nicht wirklich wichtig, ich fand die Idee schön, einen Roman zu schreiben, aber die Erkenntnis, dass das nicht einfach ist, ist viel wertvoller als ein fertiges Manuskript. Man wächst an jedem Wort, jeder Szene, sei sie auch noch so schlecht. Egal, einfach weitermachen, schreiben, schreiben, schreiben …
Das hat ganz schön genervt und ich war froh, am 31sten das letzte Wort getippt zu haben, eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens lag hinter mir. Da sich der Blick mit der Zeit aber verklärt, ist es mit Abstand auch eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens.
Jeder, der am NaNo teilnimmt, meint es ernst. Das WIR-Gefühl stellt sich ein, gerade mit Unterstützung des Tintenzirkels, man schielt ständig nach dem Wortzähler der anderen, tauscht sich aus, spricht sich Mut zu. Das motiviert ungemein, egal was am Ende dabei rauskommt, Hauptsache die 50k werden voll.
Trotzdem mache ich es dieses Jahr anders, der Plot reift heran und wird besser als das Projekt des letzen Jahres, nur das Resultat wird gleich sein: mindestens 50.000 Wörter!
Ich kann den NaNo kaum noch erwarten …