Heute habe ich die 250.000 überschritten, und da ich ab morgen sicher nicht mehr zum Schreiben und/oder Bloggen komme, wird das hier nun mein abschließender Beitrag zum T12.
Eigentlich wollte ich eine genaue Aufstellung machen, wieviel ich wo geschrieben habe, aber dummerweise habe ich meine aktuelle T12-Tabelle in Wien gelassen, während ich nun bei meiner Familie bin. Daher werden das hier jetzt nur vage Angaben: Von meinen nun 250.413 Wörtern fallen gut 100.000 auf mein Großprojekt, die Göttersteine. Fertig bin ich damit allerdings noch nicht, zumal unter die 100.000 Wörter auch das komplette Neuschreiben eines halben Handlungsstranges fällt. Ebenfalls ganz neu habe ich einige Kapitel von “Polarnacht” meinem NaNo-Roman von 2007 geschrieben. Da auch das Ende komplett neu geschrieben werden musste, wurden das immerhin um die 20.000 Wörter.
Weiters habe ich meinen NaNo-Roman von 2009 - “Bühnenzauber” - beendet. Das waren ebenfalls gut 20.000 Wörter. Hinzu kamen ein paar Kurzgeschichten, die Beendigung eines uralten Spaßprojektes und einige neue Kapitel an einem Roman, an dem ich schon seit Jahren immer mal wieder ein bisschen weiterschreibe.
Der Rest schließlich sind die 50.000 Wörter meines diesjährigen NaNo-Projektes “Der Nachtjäger”.
Im Rückblick kann ich sagen, dass der T12 eine wertvolle Erfahrung für mich war, ohne den ich in diesem Jahr vermutlich nicht mal die Hälfte geschrieben hätte. Leider habe ich mich mit dem NaNo in eine kleine Schreibkrise manövriert, die dazu führte, dass ich jetzt im Dezember nur noch die notwendigen fehlenden Wörter geschrieben habe (was sehr wenig war) und auch die nur mit Ach und Krach.
Ich denke also, dass es die richtige Entscheidung von mir war, dass ich im nächsten Jahr nicht beim T12 dabeisein werde. Bei mir warten einige Romane auf eine Überarbeitung, und ich muss es wohl noch eine Weile etwas ruhiger angehen, um dann - hoffentlich! - wieder Spaß am Schreiben zu finden. Etwa seit der Hälfte des NaNos hat es mir nämlich überhaupt keinen Spaß mehr gemacht.
Das bedeutet, dass selbst das Minimalziel von 250.000 Wörtern für mich schon zu viel war. Ich fühle mich unglaublich schreibmüde und denke, dass das auch der Grund ist, weshalb ich momentan keine Freude an meinen Romanen habe. Eine Weile habe ich mich dann auch noch wie eine Versagerin gefühlt - andere haben ein viel höheres Ziel und ich hab schon mit meinem so zu kämpfen? Ist meine Leistung denn im Vergleich zu etwa 400.000 Wörtern Jahresziel überhaupt etwas “wert”?
Solche Vergleiche sind vermutlich Unsinn, aber dennoch führen sie bei mir dazu, dass ich jetzt nur bedingt stolz auf mich bin. Ja, ich weiß, ich bin eine Schreibschnecke. Und ich weiß, ich brauche sehr viele Pausen zwischen einzelnen Projekten. Trotzdem … Der T12 war eine tolle Sache, aber jetzt im Nachhinein bleibt bei mir irgendwie kein Triumph, kein “Hurra, ich habe es geschafft!” Nur ein Achselzucken. Gut, dann wäre das also erledigt. Schon deshalb ist es wohl gut, dass ich 2011 nicht gleich wieder mit dabei bin.
Allen T12ern des nächsten Jahres wünsche ich viel Erfolg, Schreibfreude und Durchhaltevermögen!