Das war gestern vielleicht ein Tag! So einen nächtlichen Kreativitätsschub hatte ich schon lange nicht mehr. Aber der Reihe nach: Seit einer Weile lief es bei mir nicht gut. Ich hatte keinen Spaß mehr, alles war mühsam, bei meiner Doktorarbeit ging auch nichts weiter (woran der T12 nicht immer unschuldig war) und am liebsten hätte ich alles hingeschmissen.
Dann habe ich die letzten Tage begonnen, bei den Göttersteinen Entfernungen zu berechnen und einen “Zeitplan” zu erstellen. In diesem Roman gibt es sehr viel Herumgereise, und das auch noch bei drei ineinander verschränkten Haupthandlungen - da versinkt man schnell im Chaos, zumal ich das alles bisher nur vage durchgerechnet habe.
Mir macht schon seit längerem ein großer Zeitsprung (fast ein Jahr) Kopfzerbrechen, den ich einfach nicht wegbekommen habe. Ein Zeitsprung, den es in den schon längst geschriebenen Kapiteln gibt, wohlgemerkt. Aus verschiedenen Gründen war er notwendig. Aber als ich da gestern den aufgestellten Zeitplan vor mir liegen hatte, fiel mir erst so richtig auf, wie störend dieser Sprung ist (zumal zwei der Handlungen dafür nahezu auf Eis gelegt werden mussten).
Und als ich dann am Abend Dienst hatte und während der Vorstellung weiter darüber nachdachte, wusste ich plötzlich selbst nicht mehr, weshalb dieser Sprung zwingend notwendig ist. Und ich begann zu überlegen, ob ich den nicht doch wegbekommen könnte.
Nun ja, ganz ohne meine Notizen kam ich da auf keinen grünen Zweig. Allerdings wusste ich, dass die Vorstellung noch bis Mitternacht dauern würde, und danach gabs auch noch ein Publikumsgespräch. Ich saß also wie auf Nadeln - fast bis 1 Uhr in der Nacht. Und als ich dann zu später Stunde endlich nach Hause kam, fiel ich nicht (wie erwartet) ins Bett, sondern werkelte noch bis nach 3 Uhr vor mich hin. Und jetzt ist es amtlich: Der Zeitsprung ist getilgt. Nun muss ich einiges umschreiben und auch noch eine Lösung für die eine oder andere Ungereimtheit finden, aber im Großen und Ganzen passt jetzt alles viel besser als vorher.
In der Handlung, die noch geschrieben werden muss, gibt es leider weiterhin einige große Plotlöcher. Aber zumindest fügt sich jetzt die bereits geschriebene Handlung viel besser zusammen. Und damit ist auch endlich, endlich wieder die Freude an diesem Roman zurückgekehrt.