… lässt einen sicher die Umgebung nicht schreiben.
Ach Mann, langsam kommt hier nur noch Frust auf.
Dass um mein Abitur herum nicht viel ging, mit Schreiben, war mir klar. Aber eigentlich hatte ich damit gerechnet, etwas mehr leisten zu können, wenn das Abi rum ist.
Dass ich den gesamten August weg sein würde, habe ich zwar noch nicht gewusst, als ich beschlossen habe, am T12 teilzunehmen, aber auch das hat mich nicht so viel Zeit gekostet, wie Juli und September wo ich vor lauter persönlichem Stress nicht schreiben konnte.
Wenn man einfach nur noch das Ziel hat, möglichst wenig daheim sein zu müssen, um all dem Stress aus dem WEg gehen zu können, weil er einem langsam aber sicher die Nerven angreift, wer kann denn da noch in eine andere WElt wechseln, ohne, dass die Geschichte darunter leidet?
Und so manchen Tag saß ich einfach nur noch vor Wut zitternd da, völlig unfähig, meiner Muse zuzuhören.
Und jetzt? Jetzt stecke ich im Bewerbungsstress und habe so viel Zeug im Kopf, dass allein der Gedanke an Schreiben fast abwegig ist.
Auch Zeichnen und Malen oder meine sonstigen Kreativ-Hobbies sind auf Null heruntergefahren, es geht einfach nicht.
Tut natürlich unheimlich gut! Wenn ich den ganzen Frust (mehrere Absagen, persönlicher Stress, STreit usw. usf.) wenigstens kreativ abreagieren könnte, wäre manches einfacher.
Mittlerweile ist es mir ja sogar völlig egal, ob ich den T12 noch packe, oder nicht, ich will einfach nur wieder zum Schreiben kommen!
Allein schon, weil ich mir langsam doch ein bisschen Sorgen um mich selbst mache. Wenn ein Mensch, der noch vor einigen Monaten bei 37 Grad im Schatten elf Stunden kellnern konnte und dann einer der wenigen ist, die nicht über Kreislaufprobleme klagen, sich plötzlich so vernachlässigt, dass er umkippt, ist etwas nicht in Ordnung.
Genau das ist mir passiert. Ich habe eigentlich einen Kreislauf wie ein Pferd, was Kreislaufprobleme sind, habe ich zum ersten Mal bei meiner WEisheitszahnop feststellen müssen, weil ich da unter Schmerzmitteln unterzuckert bin.
Das Schreiben hat mir bisher ein Ventil geboten. Bisher. Jetzt kann ich nicht mehr schreiben und schon schlagen mir die Probleme derart auf die Nerven, dass ich selbst an so wichtige Dinge, wie genug trinken nicht denke und der psychische Stress macht das nicht besser!
Mah, ich mag nicht mehr! Kann man nicht irgendwo einen Notaus-Schalter für Pechsträhnen einbauen? Oder wenigstens einen Schalter, der die Muse auch bei Problemphasen noch plappern lässt?
Ich will doch einfach nur schreiben.
Meinen September-Blogeintrag habe ich ja auch verpasst, weil ich gar nicht gemerkt habe, dass wir schon Oktober haben.
Ich höre ja jetzt auch schon auf, zu jammern, aber das musste sein. Gerade läuft es nämlich nur sch… piep