Qedi und Taornagh

von Astrid Vollenbruch


»Qedi?«
Sie schaute hoch. Taornagh lächelte ihr zu und wies mit einer leichten Kopfbewegung zur Tür. Sie lächelte zurück und stand sofort auf. Hand in Hand gingen sie hinaus, und ihr fortgeschrittenes Alter, ihr Rang als Meister und Meisterin der Zunft und Korreds außerordentlich reizbares Ehrgefühl hinderten selbst Baitan daran, ihnen eine anzügliche Bemerkung nachzurufen.

»Mmmm.«
»Mmmmh.«
»Mmmnh?«
»Hmmmm.«
»Mmnhm?«
»Ja, schon, aber wir haben doch Zeit
»Mmmmmmh.«
»Hmmm - huu! Wo hast du das gelernt?«
»Bei dir, meine Geliebte.«
»Mach das nochmal, ja?«
»Mmmmmmh...«
»Mmmmmmh.«

Als Korred gegen Abend das Zimmer betrat, um seine Fiedel zu holen, lagen Qedi und Taornagh eng aneinandergekuschelt in Taornaghs Bett und schliefen. Taornagh schnarchte leise. Qedis graue Haare standen wirr nach allen Seiten ab. Korred betrachtete sie eine Weile, in den Mundwinkeln ein winziges Lächeln, in den Augen eine Spur von Neid. Dann nahm er seine Fiedel und schlich auf Zehenspitzen zur Tür

(c) by Astrid Vollenbruch


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